Donnerstag, 18. Juni 2009

Die Lange Welle

© Wong Kim Fung - fotolia.com

In der Craniosacralarbeit gibt es verschiedene Wellenformationen.
Eine davon ist die "Lange Welle".
Vielleicht habt ihr es selbst schon gespürt, wie sich eigene Rhythmen und Schwingungen mit einem Gegenüber, dem Partner oder in einer Gruppe synchronisiert haben?

"Die Macht rhythmischer Botschaften innerhalb der Gruppe ist größer als alles, was ich kenne. Es ist eine verborgene Kraft, wie die Schwerkraft, die Gruppen zusammenhält.
Ich kann mich erinnern, dass ich ziemlich überwältigt war, als ich erstmals Gruppen von Menschen in der Öffentlichkeit filmte. Nicht nur kleine Gruppen waren synchron - es gab auch Zeiten, wo es schien, als seien alle Teil eines größeren Rhythmus.
Wenn viele Menschen sich unterhalten, vereinigen sich selbst ihre Gehirnwellen zu einer einzigen gemeinsamen Abfolge. Wenn wir miteinander sprechen, greifen unsere Nervensysteme wie ein Zahnradgetriebe ineinander.
Es kann sich herausstellen, dass rhythmische Muster zu den grundlegendsten Wesenszügen gehören, die ein Individuum vom anderen unterscheiden."

(Edward T. Hall aus "The Dance of Life",
herausgepickt aus einem meiner Lieblings-Craniosacralbücher meines Lehrers Hugh Milne,
"Aus der Mitte des Herzens lauschen")

Einen wunderbaren Tag
wünscht
Nora

Kommentare:

Gabaretha hat gesagt…

Liebe Nora,
was für eine schöne Erfahrung, die Du hier mit mir und Deinen anderen Lesern teilst.
Synchronizität und Harmonie sind wertvolle Erfahrungen, die jeden Menschen bereichern.
Ich habe vor ein paar Jahren mal einen Versuch gemacht sprechenden Menschen einfach zuzusehen. Ich habe dabei versucht nicht auf die Aussagen, sondern nur auf Mimik, Gestik und Körpersprache zu achten. Meine Erfahrung: Der Inhalt des Gesprächs wurde immer weniger bedeutend, wenn sich dieser Gleichklang und Synergie wahrnehmen ließ.
Viele liebe Grüße aus dem heute sehr sonnigen Isartal,
besser und besser,
Gaba

Claudia Nora hat gesagt…

Liebe Gaba,

danke, dass Du von Deinem Versuch erzählt hast. Das ist ein wunderbares Beispiel :-)

Liebe Grüße
Nora