Mittwoch, 28. Januar 2009

Erkältungszeit

Echinacea, Bildquelle: © Dirk25 / PIXELIO www.pixelio.de




Focus schreibt über "Die Wahrheit über Erkältungen". Mich hat es nun auch mal wieder erwischt, kein Wunder, wo die lieben Viren durch die Lüfte schießen, denn die Erreger können bis zu fünf Meter weit fliegen (auch durch vorgehaltene Hand).
Es ist lästig, aber da ich es nun mal nicht ändern kann, seh ich das als Training fürs Immunsystem.

Jeder hat so seine Mittelchen, auf die er schwört und ob sie wirklich helfen oder nicht, Hauptsache man hat das Gefühl, man bekommt so eine Unterstützung.
Meine Grundmittelchen sind hauptsächlich: Vitamin C, Zink, Echinacea, Nasendusche, Ingwertee, frische Luft, und die Zeit für mich arbeiten lassen.

Manchmal erlebe ich es in der Praxis, dass Klienten kommen, schwer erkältet, mir dann sagen: "Ich bin sooooo erkältet, ich hätte fast nicht kommen können, stecken Sie sich bloß nicht an!" Aha, ja schön, aber jetzt sind Sie schon da und wie bitteschön soll ich das machen mit dem Nicht-Anstecken?

Wie auch immer: Das "Schuldprinzip" (= "Du hast mich angesteckt!") find ich sowieso Quatsch.
Aber: Wer wirklich sehr stark erkältet ist, der sollte seinem Körper eine Ruhepause gönnen und die Behandlung in seinem eigenen Interesse lieber absagen.

Liebe Grüße
und bleibt gesund
Nora

Samstag, 24. Januar 2009

Smile - Lächle

Bei Gaba fand ich den wunderbaren Beitrag "Lächeln ist himmlisch".
Ich dachte sofort an eine meiner Lieblingssängerinnen Madeleine Peyroux und ihre Version von dem Song "Smile".

"Smile though your heart is aching
Smile even though its breaking
When there are clouds in the sky, you'll get by
If you smile through your fear and sorrow
Smile and maybe tomorrow
You'll see the sun come shining through for you

Light up your face with gladness
Hide every trace of sadness
Although a tear may be ever so near
That's the time you must keep on trying
Smile, what's the use of crying
You'll find that life is still worthwhile
If you just smile

Light up your face with gladness
Hide every trace of sadness
Although a tear may be ever so near
That's the time you must keep on trying
Smile, what's the use of crying
You'll find that life is still worthwhile
If you just smile

That's the time you must keep on trying
Smile, whats the use of crying
Youll find that life is still worthwhile
If you just smile"

(Lyrics by Nat King Cole)

Bei YouTube fand ich eine andere Version des Songs, bei der mir vor allem das Video gut gefällt.



Viel Freude
mit einem Lächeln :-)
Nora

Mittwoch, 21. Januar 2009

Muss jede Pause gefüllt werden?

Heute morgen beim Bäcker lachten mich schon jede Menge bunter, mit Zuckerkonfetti verzierte Fasnachtsberliner und lustige Törtchen an.
Ich dachte "meine Güte, die Zeit vergeht wohl immer noch schneller" aber halt mal,
nein, nein, es ist doch noch nicht Fasnacht. Es geht noch gute vier Wochen bis dahin.
Kaum sind die Dambedeis verschwunden und in manchem Wohnzimmer kann man abends noch Weihnachtsbeleuchtung sehen, da liegen schon die Fasnachtskrapfen auf dem Tisch.
Und danach kommt dann übergangslos das Osterlamm und die Schokoeier?!

Wo ist die Pause?
Halten die Menschen es nicht mehr aus ohne den Fokus auf diese Ereignisse?

Dies ist für mich ein Spiegel. Wie außen, so innen. Wie innen, so außen.
Pausen, Leere, Stille werden scheinbar nicht mehr ausgehalten.
Das Innehalten wird nicht mehr ausgehalten.

Ich bin so froh, dass ich die Leere und die Stille noch aushalten kann.
Ja, sogar danach verlange. Weil sich dann zeigen kann, was da wirklich ist.

Hierzu gibt es diesmal kein Bild, kein Video. Weniger ist manchmal mehr.

Wie geht es Euch damit?

Herzliche Grüße
Nora

Montag, 19. Januar 2009

Monday - Ludovico Einaudi

Es ist immer noch Montag (noch zwanzig Minuten lang) und ich hab mich so gefreut, dass ich vorhin "zufällig" endlich Ludovico Einaudi wiedergefunden hab'! Vor Monaten habe ich diese Musik, die noch in meinen Ohren klang, auf meinem MediaPlayer gehört und irgendwann später danach gesucht, doch ich wusste nicht mehr den Komponisten und die Suche blieb erfolglos. Jetzt hab ich den MediaPlayer mit Zufallswiedergabe laufen lassen und da war er wieder; so macht man noch die besten Entdeckungen - wenn man nicht damit rechnet.

Monday - Ludovico Einaudi



Gute Nacht!
Nora

Sonntag, 18. Januar 2009

Verspannung - Entspannung - die rechte Spannung

Alles kommt zur rechten Zeit. Es gibt zum Beispiel Bücher in meinem Bücherregal, die ich irgendwann kaufte, ins Regal stellte und die da warten, bis etwas in ihnen zum Thema wird. Viele davon sind Fachbücher, die ich sowieso nie am Stück lese, sondern manchmal ohne zu überlegen, aus dem Regal ziehe, mittendrin aufschlage und ahhhhhh - etwas offenbaren, was sich mir sowieso gerade überall zeigt.

Heute fand das Buch "Hara - die Erdmitte des Menschen" von Karlfried Graf Dürckheim wieder in meine Hände.
Ich schlage es auf und lese:

"... hierzu ist freilich notwendig, in aller Verspannung mehr zu sehen als eine körperliche Verkrampfung. Jede Verspannung ist Ausdruck eines "Misstrauens gegen das Leben". Der Mensch mit auch nur leicht hochgezogenen Schultern ist immer auf der Hut, unbewusst immer dabei, einen drohenden Angriff abzuwehren, sich auf irgendetwas "gefasst" zu machen, immer bereit "hochzugehen" etc.
Die ihn aus dieser Verspannung heraustragende Übung ist daher nie allein eine, vielleicht wohltuende, technische Behandlung seiner harten Muskulatur durch Massage oder eine Spritze oder ein warmes Bad! All dies gibt vorübergehende Erleichterung, aber bring nicht weiter. Nur wo der Mensch lernt, sich in einer bewussten und anhaltenden Gebärde des Vertrauens in seiner Mitte niederzulassen und sich gläubig in sie einzulassen, wird er gelassen, d.h. verliert er die Angst."


Karlfried Graf Dürckheim schreibt außerdem über Entspannungsübungen, wie sie heute vielfach geübt werden: "... denn diese sind weithin nichts anderes als ein Unternehmen zur Beibringung von Mitteln, die den Menschen befähigen, schmerzfrei in seinen Fehlhaltungen weiterzuleben und vor dem auszuweichen, was nottäte: Anders zu leben."

"Der Sinn der rechten Entspannung einer Verspannung ist daher auch niemals die Auflösung, sondern das Gewinnen der rechten Spannung!"
Und das Gewinnen der rechten Spannung geht mit der Entwicklung des Hara einher. Etwas mehr dazu hier.

Ich finde es immer "spannend" unter die Verspannung zu schauen und zu fragen: Was ist darunter verborgen? Dass "jede Verspannung Misstrauen gegen das Leben" bedeutet, ist in meinem Verständnis auch mit Anhaftung, Blockierung, Nicht-Loslassen gleichzusetzen.

Und wenn Graf Dürckheim schreibt, dass auch Massage zwar vorübergehend Erleichterung bringt, aber sonst nichts weiter - hm, da muss ich sagen, dass ich diese Gedanken gut nachvollziehen kann und trotzdem ein Potential in der Massage sehe. Oft erlebe ich zwar, dass die Massage eine zeitweise Entspannung bringt, aber wenn sonst nichts im Leben verändert wird, stellt sich der verspannte Zustand sehr schnell wieder ein.
Jedoch sehe ich Massage und vor allem auch Shiatsu als Weg, die Wahrnehmung zu schulen, das Körpergefühl zu wecken und als Möglichkeit, hinter die Verspannung zu sehen - wenn der Klient das denn überhaupt möchte. Doch das ist seine Entscheidung und ich kann nur das Angebot machen und die Tür dazu öffnen, doch:
Durchgehen muss jeder selbst!




Einen schönen Sonntag
wünscht
Nora

Donnerstag, 8. Januar 2009

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Eine sehr gute Freundin von mir erwartet gerade ihr Baby. Es ist schon über dem Termin und wer weiß, was in ihr im Mutterleib so vorgeht...
vielleicht ist sie auch in diesem Moment schon unterwegs in das Leben nach der Geburt und in Gedanken an sie schreib ich diese schöne Geschichte von Henry Nouwen hier in den Blog.
Was es alles gibt, von dem wir nichts wissen und von dem wir doch wissen - aus der Weisheit des Herzens.

Bildquelle: © Helga Schmadel / PIXELIO www.pixelio.de



Gibt es ein Leben nach der Geburt?


Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.

"Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling.

"Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?"

"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"

"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."

"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."

"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."

"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen."

"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"

"Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"

"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."

"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."

nach Henry Nouwen

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Einen Tag voller Wohlerleben
wünscht Nora