Donnerstag, 14. Juni 2007

"Drachen gibt's doch gar nicht"

Als ich vor zwei Wochen wieder einmal bei einem Kurs für visionäre Craniosakralarbeit war, stellte sich am dritten Tag ein Schmerz in der Wirbelsäule ein. Ich hoffte, er würde über Nacht verschwinden. Aber der Schmerz wurde immer stärker und ich konnte nachts schlecht schlafen, weil ich immer wieder daran aufwachte. Am vierten Kurstag wurde ich behandelt und dieser Schmerz wollte einfach nicht weniger werden. Ich bekam während der Behandlung das Bild von einem Drachen, der sich da festgebissen hatte und einfach nicht loslassen wollte.
Die Behandlung bekam ich von zwei Personen und ich habe ihnen von diesem Drachen erzählt.

Einige Tage später, wieder zuhause, bekam ich ein Päckchen von zwei Kursteilnehmern. Darin war ein Kinderbuch mit dem Titel "Drachen gibt's doch gar nicht".
Es geht um einen Jungen namens Felix, der Besuch von einem kleinen Drachen, so groß wie ein Kätzchen, bekommt. Er streichelt ihn und rennt zu seiner Mutter, um ihr vom Drachen zu erzählen. Aber seine Mutter sagt: "Drachen gibt's doch gar nicht". Felix ignorierte den Drachen dann; schließlich gab es ihn ja gar nicht. Der Drache wurde immer größer. Je mehr er ignoriert wurde, desto größer wurde er. Er wurde so groß, daß er das ganze Haus ausfüllte und als ein Bäckerauto vorbeifuhr, roch es so gut, daß der Drache mitsamt dem Haus dem Auto hinterherlief. Als der Vater am Abend nach Hause kam, war das Haus weg. Er fuhr im Ort herum und fand endlich sein Haus. "Was ist hier los? fragte er. "Das war der Drache" sagte Felix. "Drachen gibt es über..." fing seine Mutter an. "Das IST aber ein Drache!" Der Drache war glücklich. Und schneller, als er gewachsen war, schrumpfte er wieder. "Warum mußte er bloß so groß werden?" fragte Felix' Mutter.
"Ich weiß auch nicht", sagte Felix, "aber ich glaube, er wollte einfach nur, daß man ihn bemerkt und ihn lieb hat."

Symptome wollen uns etwas zeigen und nicht nur ignoriert oder vertrieben werden.
Ansonsten müssen sie ja größer werden, wenn wir nicht näher hinschauen, was sie uns sagen wollen.
Ich hab' mich riesig gefreut über das Buch und das "Erkennen".
Herzlichen Dank an Susanna und Stefan.

Ein herziges Buch für Kinder und jung gebliebene Erwachsene.

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