Donnerstag, 24. Mai 2007

Leben und Tod

Aus aktuellem Anlaß...


Es gibt kein Leben ohne Tod.
Der Tod ist also so natürlich wie das Leben.
Und doch:
Wenn Menschen, die wir lieben oder mit welchen wir ein Stück unseres Weges gegangen sind, aus dem Leben scheiden, scheint es uns immer zu früh.
Wenn ein Mensch so ganz unerwartet stirbt, ist es wirklich schwer zu fassen.
Doch unsagbar schmerzhaft ist es sicherlich, wenn ein geliebter Mensch den Freitod wählt.
Und auch wenn dieser Mensch nicht ein naher Verwandter oder Freund ist, so ist man doch sehr betroffen und wird nachdenklich.
"Warum nur?" und "Gab es keinen anderen Ausweg?", "Hätte man nicht etwas tun können?" oder "Warum hat er/sie nichts von den Problemen gesagt?" sind Fragen, die auftauchen.
Beantworten können wir es nicht.

Es ist ein Weckruf.
Mögen wir Menschen Kontakte und Gemeinschaften pflegen, wo wir sein können, uns zeigen können, mit all unseren hellen und dunklen Seiten, damit das Dunkle ins Licht kommen darf und nicht übermächtig wird.
Der, der Du freiwillig gegangen bist, bist in dieser Lektion unser Lehrer.
Ich danke Dir für den Weckruf.

"Komm', komm', wer immer Du bist,
Wanderer, Anbeter, Fliehender,
Egal.
Unsere ist nicht eine Karawane der Verzweiflung.
Komm', auch wenn Du Dein Gelübde tausendmal gebrochen hast.
Komm', und noch einmal, komm', komm'."

(Gedicht der Sufi)

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