Samstag, 31. März 2007

Lustige Verhörer

"Es ist ein Ros entsprungen"...ja, dieses Lied wird jedes Jahr zu Weihnachten von vielen Menschen gesungen und jetzt frage ich mich: Wieviele denken bei dem Text immer noch an ein Pferd, daß da entsprungen ist?!
Ich gebe es zu, auch ich habe jahrelang an dieses wunderbare Pferd gedacht, wie es so zart aus dieser Wurzel entspringt. Ein schönes Bild eigentlich, oder nicht? Sicher, das "Ross" wird mit Doppel-S geschrieben, schon klar, aber wie romantisch ist doch die alte Schreibweise mit eben nur dem einen "S". Wer phantasiereich ist, findet immer eine Erklärung.
Oder Nena's 99 Kriegsminister, die ganz liebevoll Benzinkanister streicheln. Ach, wie schön und rosarot die Welt doch sein kann. Es heißt natürlich "Streichholz und Benzinkanister" und nicht "streichelten Benzinkanister". Tja, schade eigentlich, wenn man dann so knallhart der Illusionen beraubt wird.

Ich habe noch bei keinem Buch soviel und so laut gelacht, wie bei den beiden Büchern "Der weisse Neger Wumbaba" und dem neuen Wumbaba der vor kurzem zurück in die Buchhandlungen kam.
Vor ca. zwei Jahren kaufte ich den ersten Teil als Geschenk für eine Freundin, die auch den ein oder anderen "Verhörer" und dementsprechend "Versinger" hatte. Ich setzte mich in ein Straßencafe und ich konnte wirklich nicht anders, als alle paar Zeilen laut zu lachen. So hab ich das Buch auch gleich noch für mich selbst gekauft.
Als ich den zweiten Band von Wumbaba letzte Woche im Buchladen fand, mußte er natürlich gleich mit nach Hause.
Es ist eine herrliche Bauchmassage, denn ich lach' mich dabei wirklich kaputt, wie man so schön sagt.

Wer sich keine Bücher besorgen mag, aber dennoch was zu Lachen haben möchte, der kann es auf folgenden Internetseiten versuchen:

Rund um Grönemeyers Texte (Gröni wird sogar als "King des Wumbaba" bezeichnet) dreht sich dieser Thread aus einem Grönemeyer-Forum
Kleines Beispiel aus dem Thread:

Dann singt Herbert doch an einer Stelle:
Dein Grubengold
Hat uns wieder hochgeholt

Da verstand ich immer irgendwie
Dein Gummiboot hat uns wieder hochgeholt
-kam mir ja schon irgendwie merkwürdig vor, aber auf Grubengold wär ich ja nich gekommen, aber irgendwie logisch, ja-


Ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus...

Deutsche und englische Verhörer gibts hier

Englische Verhörer z.B. hier

Lachen ist doch immer noch die beste Medizin!

Garten



Ob Garten, Balkon oder Fensterbank: Viel Spaß beim Bepflanzen

Montag, 26. März 2007

Kennen Sie das NEIN-Programm?

NEIN ist die Abkürzung für das »Nächste Effektive Interventionsniveau«.
Was das ist? Ich würde es so beschreiben: Schritt für Schritt gehen und für meine Handlungen die naheliegendsten Möglichkeiten aussuchen.

Das NEIN hier bezieht sich auf das Gesundheitswesen. In der Zeit Online schreibt der Allgemeinmediziner Harald Kamps, der mehr als zwanzig Jahre in Norwegen praktizierte, über ein Prinzip im norwegischen Gesundheitssystem.
Es geht darum, mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit zu übernehmen, tja, einfach ein gesünderes Verhältnis zur Gesundheit zu erschaffen. Und es wird auch beschrieben, welche negativen Aspekte das "Arztgerenne" haben kann. Ein Auszug daraus beschreibt:

"Es (NEIN) bedeutet: nicht mit dem Mercedes fahren, wenn das Ziel um die Ecke auch zu Fuß zu erreichen ist. Noch konkreter: nichts dem Arzt überlassen, was jede Oma besser weiß. Nichts dem Arzt überlassen, was die Gemeindekrankenschwester besser regelt. Nichts dem Facharzt überlassen, was der Hausarzt besser überblickt. Nichts dem Krankenhaus überlassen, was der Facharzt um die Ecke auch kann."


Lesen Sie selbst und machen Sie sich ein Bild davon.

Interessant, um nicht zu sagen "typisch" fand ich einen Leserkommentar zu dem Bericht, in dem steht:

"Was wir in Deutschland bräuchten, wären Anreize, die einen gesunden Lebensstil honorieren. Eine Prämie beispielsweise die sich aus den eigenen Krankenkassenbeiträgen ergibt und einen Teil der geleisteten Zahlungen zurück zahlt, wenn man z.B. ein Jahr nicht zum Arzt musste. So ergibt sich wenigstens einen Anreiz nicht bei jeder Erkältung zum Arzt zu rennen und die Wartezimmer wären wieder frei für die wirklich Kranken."

Ich denke: Müssen wir wirklich wie die Affen im Zirkus für alles ein Bonbon bekommen, damit wir verantwortlich und gesund für uns selbst und für die ganze Gesellschaft handeln können?
Für mich selbst kann ich sagen, daß ich sicher nicht wie ein trotziges Kleinkind bei der nächsten Erkältung zum Arzt renne, nur weil ich schließlich auch einen Krankenkassenbeitrag bezahle und keine Belohnung für das Nichtkommen kriege.

In diesem Sinne: Gesundheit!

Dienstag, 20. März 2007

Visionäre Kunst

Die visionäre Kunst von Alex Grey hat es mir schon vor vielen Jahren angetan.
Und nun, da ich die "Sacred Mirror Cards" hier liegen habe, möchte ich Sie einladen, die Bilder in einer Flash-Animation (für gemütlichere Computer auch ohne Flash ;-) auf der Seite Chapel Of Sacred Mirrors anzusehen.
Dort bitte auf "View The Sacred Mirrors" klicken.
Dargestellt wird unsere Anatomie in verschiedenen Schichten und Ebenen - vom Körper in der materiellen Welt, wie unserem Skelettsystem über das Nervensystem bis hin zur spirituellen Welt mit unseren Energiefeldern.

Als Kartenset mit (bis jetzt nur) englischen Beschreibungen erhältlich



oder als Buch mit einigen anderen sagenhaften Bildern




Für mein Empfinden sind Alex Grey's Werke immer wieder erstaunlich treffend und faszinierend.

Montag, 19. März 2007

Wandlungsphase Holz




Diese ungefähr 1000 Jahre alte Eiche, die ich in der Nähe von Tullamore (Irland) vor einem alten Schloß erblickte, zeigt uns auf wunderbare Weise die Qualitäten des Holzelementes:

"Durch Anpassen an Hindernisse oder deren Umgehung wächst das Holz ohne Hast und Rast aus der Erde empor. Ebenso zeichnet den Edlen Hingabe aus und daß er nie in seinem Streben innehält."
(aus dem I Ging)

Zum Thema Wandlungsphasen gibt es übrigens einen Post am 11. März.

Holz ist das Element des Neubeginns, des Frühlings, des frühen Tages, der Kindheit und der Zukunft. Es steht für Wachstum und Entwicklung.
Wenn das Holz stark ist, sind wir geduldig und nachsichtig mit uns selbst und anderen, flexibel und tolerant und auch in schwierigen Augenblicken entpannt und gelassen.

Die Meridiane (Energiebahnen) des Holz-Elementes sind Leber und Gallenblase.

Die Leberenergie gibt uns die Fähigkeit zu planen und klar zu sehen, wohin wir wollen. Die Leber ist für den freien Fluß von Blut, Ki (Energie) und Emotionen zuständig.
Ein Ungleichgewicht kann sich z.B. in Sehstörungen, Muskelkrämpfen, Ungeduld oder einem schnell aufbrausenden Temperament zeigen.

Die Gallenblasenenergie ist das ausführende Organ der planenden Leber und setzt Ideen in die Tat um. Außerdem repräsentiert die Gallenblase die Seiten.
Ein Ungleichgewicht kann sich z.B. in Halbseiten-Migräne, Schulter- oder Hüftbeschwerden zeigen oder auch, wenn es uns schwer fällt, Entscheidungen zu treffen oder vorschnell zu entscheiden.

Große Wut oder Frust bringen die Holzenergie aus dem Gleichgewicht, genauso wie das Unterdrücken dieser Emotionen. Alle Extreme, z.B. zuviel Arbeit, zuviel Essen, zuviel Schlaf usw. erschöpfen diese Energie.
Das Holzelement liebt Entspannung, Ruhe und Gelassenheit. Kleine Pausen, in denen man sich hinlegen kann und entspannen - das liebt die Leber.

Da wir gerade jetzt in der Jahreszeit des Holzes sind - dem Frühling - gibt es hier eine Empfehlung aus dem "Gelben Kaiser":

"Die drei Frühlingsmonate bringen neues Leben in alle Dinge der Natur. Es ist die Zeit der Geburt. Es ist die Zeit, in der Himmel und Erde wiedergeboren werden. Während dieser Jahreszeit ist es ratsam, sich früh zurückzuziehen. Steht auch früh auf, macht einen Spaziergang und nehmt die frische, stärkende Energie in Euch auf. Da der Frühling die Jahreszeit ist, in der die kosmische Energie von neuem einsetzt und sich verjüngt, versucht, diese Aufbruchstimmung nachzuempfinden, indem Ihr körperlich und gefühlsmäßig offen und unbelastet seid.
Auf physischer Ebene ist es förderlich, den Körper zu ertüchtigen und locker sitzende Kleidung zu tragen. Es ist die Zeit für Dehnungsübungen, die Sehnen und Muskeln lockern.
Auf emotionaler Ebene ist es förderlich, Gleichmut zu entwickeln, denn der Frühling ist die Jahreszeit der Leber. Schwelgt ihr in Zorn, Frustration, Depression, Traurigkeit oder in irgendeiner anderen Emotion, schädigt Ihr der Leber."

Dienstag, 13. März 2007

Hildegard - Poesie


Ich bin der Wind, der alle grünen Dinge nährt,
Und Blüten ermutigt, reifende Früchte zu gebären.
Aus mir speisen sich die klarsten Ströme.
Ich bin der Regen von dem Tau,
der das Gras lachen macht
Vor Freude am Dasein.
Ich bringe heilige Werke hervor
Ich bin die Sehnsucht nach dem Guten.

Hildegard von Bingen

Sonntag, 11. März 2007

Die fünf Wandlungsphasen




Vor vielen tausend Jahren haben chinesische Philosophen das Wu Xing, das System der fünf Elemente geschaffen, um zu erklären, wie die Kräfte der Naturenergien im Menschen wirken. Die Elemente werden auch als "Wandlungsphasen" bezeichnet, was ich persönlich als treffenderen Begriff empfinde, da sie nicht starr sind.
Jede der Wandlungsphasen steht in Beziehung zu den anderen Wandlungsphasen.

Sie ernähren sich gegenseitig:
Wasser befeuchtet die Felder, wodurch das Holz heranwachsen kann.
Holz nährt das Feuer, indem es Zündstoff liefert und wird zu Asche verbrannt, die wiederum zur Erde wird.
Die Erde ist die Grundlage für die Berge, das Metall.
Metall und Felsen bilden den Grund der Flußbetten, die dem Wasser eine Richtung geben.

Sie bändigen sich gegenseitig:
Wasser beherrscht das Feuer, indem es dieses löscht.
Feuer bändigt Metall, indem es dieses schmilzt.
Metall bändigt Holz, indem es dieses schneidet.
Holz bändigt die Erde, indem es diese bedeckt und verwurzelt.
Erde bändigt das Wasser, indem es dieses aufnimmt.

Wenn Sie die fünf Wandlungsphasen besser kennenlernen, werden Sie mehr über sich selbst und Ihre Beziehung zur Welt erfahren. Nach und nach werde ich die einzelnen Wandlungsphasen vorstellen und erklären, was diese mit meiner Arbeit zu tun haben.

Wer es noch genauer wissen möchte, dem kann ich folgendes Buch empfehlen.
Darin gibt es schöne Beschreibungen zu den Elementen, körperliche und psychische Zuordnungen, Körperübungen, Ernährungstipps und einiges mehr.

Samstag, 10. März 2007

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Buddha erzählte eine Parabel:

Ein Mann traf in der Wildnis einen Tiger...
Er rannte zu einer Klippe, ergriff mit beiden Händen eine überhängende Liane, während der Tiger unter ihm mit weitgeöffnetem Maul bedrohlich knurrte.
Eine weiße und eine schwarze Maus begannen, an der Liane zu nagen.
Die Liane begann zu reißen.
Plötzlich sah er neben sich eine saftige Erdbeere.
Er pflückte sie und schob sie in den Mund.
"Welch erlesener Geschmack!"

- Nicht an die Vergangenheit und an die Zukunft zu denken,
sondern einen Augenblick um den anderen zu genießen, ist wahres Glück.



Aus: Ein Buch vom Zen - Die Freiheit des Geistes
Chinesische Weisheit in Comicform

Dienstag, 6. März 2007

Craniosacralarbeit

Im Januar gab es in dem Magazin "Woman" einen Artikel über Craniosacralarbeit.
Narimaan Nickbakht nahm eine Behandlung von Charlotte Kopp und berichtet darüber. Charlotte organisiert unter anderem die Kurse des Milne-Institutes für Visionäre Craniosacralarbeit in Deutschland, welches auch mein Ausbildungsinstitut ist.
Im Bereich "Journal" auf der Webseite vom Woman-Magazin gibt es den Bereich für Alternative Heilmethoden. Lesen Sie selbst hier

Samstag, 3. März 2007

Die 9te EUROTAS Konferenz

Diese Woche bekam ich eine Einladung zur "9th EUROTAS International Conference" vom 20.-23.09.2007 in Freiburg zugeschickt.
EUROTAS ist das Kürzel für die European Transpersonal Association.

Das Thema lautet: "Vergebung und Versöhnung: Der Weg zu einer Weltkultur des Friedens und der Leichtigkeit. Konflikt, Terror und Liebe aus transpersonaler Perspektive."

Mein Herz spricht spricht da - was brauchen wir mehr als das?

Ingo Benjamin Jahrsetz, PhD, unter anderem Gründer der Schule für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie e.V. empfängt zu diesen Tagen Präsentierende und Teilnehmer.
Seinen mitfühlenden und achtsamen Umgang mit jedem Menschen erlebte ich schon bei einem Seminar für Holotropes Atmen.

Das Programm (momentan auf Papier wesentlich ausführlicher als auf der Webseite) kann für jeden interessant sein, der sich mit persönlichem und transpersonalem Wachstum und für das Wohl unserer Welt interessiert.

www.forgiving-freiburg2007.de
www.eurotas.org

Donnerstag, 1. März 2007

Loslassen durch Kreativität

Kennen Sie auch diese Tage, an denen Sie nach der Arbeit nach Hause kommen und in Ihrem Kopf findet immer noch eine imaginäre Diskussion mit Herrn oder Frau X statt?
Und vielleicht spüren Sie erst jetzt, daß da etwas "kratzt" und Sie wirklich getroffen hat? Aber leider ist es zumindest in diesem Moment zu spät, um es der Person direkt zu sagen. Damit ich das nicht den ganzen Abend und womöglich noch in die Nacht mit hineinnehmen muß, versuche ich, dem Ausdruck zu verschaffen.
Das kann auf verschiedene Art und Weise passieren. Durch Bewegung ausdrücken: Spazieren an der frischen Luft, Tanzen oder ihrem Lieblingssport.
Durch Worte ausdrücken: einem Angehörigen oder Freund davon erzählen, Singen;
"Es" einfach abwaschen durch ein Bad oder eine Dusche.
Oder durch Kreativität in Form von Malen oder Schreiben!
Sie meinen, Sie können das nicht? Probieren Sie es mal, Sie werden überrascht sein.
In einem Fall, wo mich etwas sehr beschäftigt, fange ich manchmal einfach zu malen an.
Dabei habe ich kein Bild im Kopf und bin jedesmal erstaunt, was für Bilder da entstehen.
Vor einiger Zeit hat mich etwas sehr getroffen, was eine Frau so belanglos dahinsagte und es wurde mir erst mit der Zeit bewußt, wie mich das aufwühlte.
Ich begann, Gedanken und Gefühle in Worte zu packen und es entstand ein Gedicht.
Als ich es beendete und nochmals durchlas, ging es mir richtig gut und ich spürte, wie ich die Geschichte loslassen konnte und innerlich Frieden mit mir und dieser Frau geschlossen hatte.
Wunderbar!