Montag, 31. Dezember 2007

Zum Jahreswechsel - Wünsch Dir was

Foto: aboutpixel.de - Idefix

Wie dunkelblauer Samt
in einer klaren Winternacht
zeigt sich das Himmelszelt.
In klirrender Kälte
taucht sie auf und verschwindet
wie Seide im Wind.
Voller Glückseeligkeit
schau ich ihr nach, der Sternschnuppe.


Dies ist ein eigenes Gedicht, ein Okto (Gedichtform) aus dem Jahr 2005.
Mögen die Raketen, die heute Nacht zu sehen sind, wie Sternschnuppen auftauchen und unsere Wünsche zum neuen Jahr wahr werden lassen.

Einen wunderbaren Jahreswechsel wünscht
Claudia Nora

Sonntag, 23. Dezember 2007

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen meinen Lesern frohe und besinnliche Weihnachten.

Hoffentlich kommt nun für viele Menschen, die ich in absolutem Vorweihnachtsstress erlebt habe, eine ruhigere Zeit.
Die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig ist eine Zeit für Rückblicke und für Vorausblicke, Zeit für Visionen für das neue Jahr.

Auf friedvolle, lichtvolle und freudige Zeiten im kommenden Jahr!

Eine wunderbare Zeit voller Wohlerleben
wünscht
Claudia Nora

Sonntag, 16. Dezember 2007

Für spezielle Anlässe ein spezielles Programm

Gestern kam eine Mutter und ihre Tochter zur Feier des Tages/Anlasses zu mir, um sich etwas zu gönnen, was man sich nicht jeden Tag leistet:

Jede nahm eine eineinhalbstündige Hot Stone Massage.

Während eine die Massage genoss, ruhte sich die andere bei Tee, Lebkuchen, Mandarinen und beim Bücher schmökern im Raum nebenan aus.
Zusammen sind beide 75 Jahre alt geworden.
Eine schöne Idee, sich selbst gemeinsam zu feiern und sich etwas Besonderes zu gönnen.
Ich hoffe, den beiden bleibt der gemeinsame Tag noch lange in guter Erinnerung.

Wem also noch das ein oder andere Geschenk fehlt:
Wohlerleben schenken bringt dem Schenkenden und dem Beschenkten Freude!

Eine wunderbare Zeit wünscht
Nora

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Stille


Diese Vorweihnachtszeit, die eigentlich eine ruhige besinnliche Zeit sein soll, ist dieses Jahr viel eher wie ein Endspurt für mich. Viele Dinge sind noch zu erledigen und der Umbau zur Praxis ist immer noch nicht ganz abgeschlossen und fordert noch viele Gespräche, Termine, Organisation.
Das Bedürfnis nach Stille ist gerade jetzt, nach (und immer noch während) einem ereignisreichen Jahr grösser als je.
Wie passend scheint mir hier ein Gedicht von Jallal al-Din Rumi


Was ist mehr wert - eine Menge von Tausenden
Oder Deine eigene ursprüngliche Einsamkeit?
Freiheit oder die Macht über eine ganze Nation?
Eine kleine Weile allein in Deiner Kammer
Wird sich als wertvoller erweisen als alles,
Was Dir jemals gegeben werden kann.



Auch (und gerade) an mit vielen Terminen gefüllten Tagen gibt es immer ein wenig Zeit, eine Kerze anzuzünden, sich in Stille hinzusetzen, die Gedanken sinken zu lassen und einfach zu sein.

***************************

Donnerstag, 22. November 2007

Ohrenmassage


Diesen "Ohrenstein" habe ich vor langer Zeit an einem Strand gefunden.

Es ist so einfach und es hat so grosse Wirkung: die Ohrenmassage.
Bei Shiatsubehandlungen und bei mancher Massage massiere ich die Ohren mit und manchmal massiere ich mir meine Ohren selbst. Auch in den Ohren ist die Landkarte des Körpers abgezeichnet und so ist es im Grunde ein Behandeln des ganzen Körpers.

Ich fange an der oberen Ohrmuschel an und nehme sie zwischen Daumen und Zeigefinger. Der Zeigefinger stabilisiert hinter dem Ohr und der Daumen beschreibt kleine Kreise und zieht das Ohr nach aussen lang. So geht man dem Ohr entlang von oben nach unten. Unten angekommen wird das Ohrläppchen kräftig gerieben und ein bisschen sanfter langgezogen.
Das Ganze kann ein paar Mal wiederholt werden.
Am Ende nehme ich das Ohr zwischen Mittel- und Zeigefinger und reibe kräftig einige Male nach oben und nach unten.
Die Ohren sind jetzt gut durchblutet und strahlen vor Wohlerleben.

Sonntag, 18. November 2007

Solar-Plexus-Massage gegen Stress

Die Massage des Solar-Plexus (oder auch Sonnengeflechtes) beruhigt die durch diese Region verlaufenden Hauptnervenbahnen.
Streiche mit der linken Hand sanft gegen den Uhrzeigersinn über das Sonnengeflecht, das direkt unter dem Brustbein liegt. Schliesse die Augen und versuche, Dich zu entspannen.
Das geht über der Kleidung; noch besser ist es aber, die Massage direkt auf der Haut mit einem entspannenden Öl zu machen (z.B. Lavendelöl).

Den Tip habe ich einmal in DuMonts Handbuch Aromatherapie, Massage, Yoga gefunden.

Donnerstag, 15. November 2007

Einfach nur schön

Das lag heute als Guten-Morgen-Gruß in meinem Postfach.
Zu schön, um es nur für mich zu behalten!

Dienstag, 13. November 2007

Healing Room



"Healing Room" von Sinead O'Connor ist ein Song mit einem tollen Text. Das Video hab ich erst heute gefunden; im ersten Teil gibts zwar ein paar kitschige, aber dennoch schöne Bilder, doch das Lied ist einfach gut!
Sie beschreibt unser Innenleben, so wie ich es auch erlebe - ein ganzes Universum in uns und einen heilenden Raum... hört selbst ;-)
Den ganzen Text gibts hier.
Songtexte online stellen darf man wohl nicht ohne Erlaubnis... oder weiss da jemand was Anderes?


"Faith and Courage" ist für meinen Geschmack übrigens eine ihrer besten CDs.

Donnerstag, 8. November 2007

Schreib doch mal wieder!



Ich freue mich immer über nette E-Mails, aber noch viel mehr freue ich mich, wenn es im Briefkasten neben Rechnungen, Werbung usw. auch noch persönliche Post gibt.
Heute morgen habe ich zwei Päckchen und zwei Postkarten fertig gemacht, die nachher ihre Reise antreten. Und das Versenden macht genauso Freude wie das Empfangen.

Wann hast Du das letzte Mal einfach so eine schöne Karte oder einen schönen Brief verschickt?

Sonntag, 4. November 2007

Gemeinschaften



Diese schöne Mitte hatten wir für unseren Novembertag der Jahresgruppe "Reisen in die andere Wirklichkeit" mit Sabine Rittner.

An diesem Tag saß ich schon eine Weile vor Beginn im Kreis und überlegte, wie viele Male ich nun schon in solchen "Kreisen" mit ganz verschiedenen Menschen saß und es gab sehr viele in den letzten zehn Jahren. Diese Kreise erinnern mich an Stammeszusammenkünfte, wo sich jeder seinem Stamm (der Gruppe) mitteilen kann. Erzählen und mit anderen teilen, was da wirklich ist (dies sind keine Diskussionsrunden).

Ich wünsche jedem Menschen, dass er sich in irgendeiner Form in einer Gemeinschaft mitteilen kann, von der Gemeinschaft getragen wird und dann bis zur nächsten Zusammenkunft wieder seine eigenen Wege geht.

Das passt auch gerade zum Posting über die Wandlungsphase Metall. Austauschen und Mitteilen sind Qualitäten der Metall-Energie, die gelebt werden wollen.

Diese "Zusammenkünfte" sind heilsam.
Gibt es in Deinem Leben solche Gemeinschaften?
Liessen sich vielleicht welche finden oder sogar ins Leben rufen?

Donnerstag, 1. November 2007

Wandlungsphase Metall


"In den drei Monaten des Herbstes kommen alle Dinge in der Natur zu voller Reife. Das Korn wird geerntet, die Energie des Himmels kühlt ab so wie auch das Wetter...Ihr solltet Euch mit dem Sonnenuntergang zurückziehen und in der Morgendämmerung aufstehen. So wie das Wetter im Herbst unwirtlicher wird, verändert sich auch das emotionale Klima. Deswegen ist es wichtig, Ruhe und Frieden zu bewahren und nicht in Depression zu verfallen, denn nur so kann der Übergang zum Winter reibungslos verlaufen. Es ist die Zeit, Geist und Energie zu sammeln, sich auf weniges zu konzentrieren und die Begierden im Zaum zu halten. Ihr müsst die Lungenenergie in Fülle, rein und ruhig halten, das heisst Atemübungen durchführen, um das Lungen-Qi zu stärken. Ausserdem solltet Ihr Euch beim Rauchen einschränken und Kummer, der Emotion der Lunge, aus dem Wege gehen. So verhindert Ihr Nieren- und Verdauungsprobleme im Winter. (aus "Der Gelbe Kaiser")

Eine Übersicht zum Thema Wandlungsphasen gibt es hier.

Metall ist das Element des Herbstes, des reifen Erwachsenenalters, die Farbe ist die Weisse, der Geschmack der Scharfe, das Klima ist die Trockenheit und die Emotion ist die Trauer.

Die Meridiane (Energiebahnen) sind Lunge und Metall.

Über die Lunge nehmen wir Sauerstoff und Ki (Lebensenergie) auf und geben Verbrauchtes ab - rhythmische Ordnung. Die Lunge (als Funktionskreis) ist verbunden mit der Haut, die den Körper einhüllt und nach aussen abgrenzt und so die äusserste Schicht im Abwehrsystem bildet.

Der Dickdarm scheidet Verbrauchtes aus. Wenn das Verbrauchte losgelassen wird, kann Wandel und Veränderung stattfinden. Dies gilt auf der physischen wie auch auf seelischer Ebene.

Wenn unser Metallelement in Balance ist, können wir frei durchatmen und gut riechen. Der Atem massiert die inneren Organe und so auch den Darm. Wir können Altes, Verbrauchtes loslassen. Wir können mit anderen Menschen in Kontakt gehen und uns vor äusseren Einflüssen schützen.
Wenn unser Metallelement nicht in Balance ist, neigen wir z.B. zu Verhärtung, Nicht-Loslassen-Können, Allergien, Verdauungsproblemen, verstopfter Nase und Nebenhöhlen usw.

Was dem Metallelement guttut: Bewegung an der frischen Luft; ausreichend Raum und Zeit für sich zu haben; Atemübungen. Das Metall liebt ausserdem Struktur, Klarheit und Freiheit.

Buchempfehlungen zum Thema gibt es unterhalb des Beitrages hier.

Samstag, 27. Oktober 2007

Hereinspaziert zu Wohlerleben




Was lange währt, wird endlich gut! Mit einer Verzögerung von über 6 Montaten sind diese Woche endlich meine neuen Praxisräume fertig geworden.
Dies ist nun mein Eingangs- und Verweilbereich und ich finde, das Warten, die Geduld und die Nerven, die es manchmal kostete, haben sich voll und ganz gelohnt.

Einen Tag voller Wohlerleben
wünscht
Claudia Nora

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Poi

Wer hat schon mal von "Poi spielen" gehört?
Gesehen vielleicht?

Als ich im September auf einem Seminar war, beobachtete ich in der Pause, wie eine Teilnehmerin am Waldrand mit bunten Teilen spielte - es sah aus wie Keulen schwingen oder Ähnliches. Es sah so schön aus und ich fragte sie anschliessend, was sie da gemacht hat. Sie antwortete: Ich habe mit Socken-Poi gespielt.
Ja, die einfachen Poi kann man sich selbst basteln aus langen Socken und einem Tennisball oder Reissäckchen darin. Dann gibt es natürlich noch alle möglichen Variationen zu kaufen, wunderschöne mit Tüchern dran, "Drachenschwänzen" oder welche für das Spiel mit dem Feuer.
Zuhause hab ich dann ein bisschen nachgeforscht, mir ein paar Poi bestellt und noch den letzten freien Platz bei einem Workshop mit Nick Woolsey in Mannheim ergattert.
Es gibt ganz viele verschiedene Figuren und im Workshop gab uns Nick eine kleine Aufgabe: Beschreibe mit dem einen Fuss einen Kreis und gleichzeitig mit dem Zeigefinger eine 6 vor und zurück. Ich sag nur: Probiert das mal!
Mit dem Poi spielen ist es ähnlich - nach einer Weile gehen unterschiedlichste Bewegungen zusammen.

Es macht Spass, es sieht schön aus, es ist ein gutes Training für den Körper, fördert die Koordination, aktiviert die beiden Gehirnhälften und es hat (finde ich) teilweise sogar etwas Meditatives. Und es kann wirklich jeder probieren :-)

Hier gibts einen kleinen Einblick:



Na, Lust bekommen, es auch mal zu probieren?
Und wer hat Lust aus der Baden-Badener Region auf einen "Poi-Treff"?

Dienstag, 23. Oktober 2007

"Heute ist mein bester Tag"

Ein Shiatsu-Klient erzählte mir vor einigen Wochen, dass er sich jeden Tag den "Tagespaul" als Bildschirmhintergrund herunterlädt und oft passte das Motto zu dem Tag.
Heute schenkte er mir das Buch dazu: "Heute ist mein bester Tag" von Arthur Lassen.
Ein schönes Geschenk zum Thema Positives Denken und Motivation für eine wundervolle Reise durch das Leben.
Als ich es aufgeschlagen habe, blickte ich in einen Spiegel, darunter stand "Hier siehst Du den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist."
Wie wahr! Da versuche ich doch mein Bestes :-)

Herzlichen Dank nochmal für das Geschenk.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Inet-frei

(Strandhill)


Für eine Woche lang werde ich mich der Craniosakralarbeit in einer Fortbildung widmen. In dieser Zeit surfe ich auf der cranialen Welle anstatt im Internet.
An Abenden von Kurstagen darf der PC auch mal alle Drähte von sich strecken und ausruhen.
Alle elektronische Post wird deswegen erst wieder in einer Woche beantwortet.
Ich nehme mir Inet-frei :-)

Eine Zeit voller Wohlerleben!
Ahoi

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Schokoladenduft



Mmmmmhhh, da steht und blüht und duftet sie, in unserem Garten: die Schokoladenblume.

Sie duftet wirklich nach Schokolade und ist somit genauso wie die Schokoladenmassage ein süsser Genuss ganz ohne Kalorien. Herrlich!

Dienstag, 2. Oktober 2007

Gemächliches Bloggen

Manchmal sitz ich gerne still an schönen Plätzen,
anstatt durchs Internet zu hetzen...


Wie hier im Duft- und Kräutergarten in Bad Krozingen. Ein Ort, den es sich zu besuchen lohnt. Hier gibt es neben wunderschönen Blumen und Kräutern auch jedesmal wenn ich dort bin, neue Holzskulpturen zu bewundern.

Wer meinen Blog immer wieder mal aufruft, stellt fest, dass ich eine sehr gemächliche Bloggerin bin. Besonders die Leser, die selbst ein bis mehrere Artikel pro Tag in ihren Blog schreiben.
Ich finde es schön, eine Plattform zu haben, wo ich so manches mit der Welt teilen kann; es macht Spass, zu schreiben und Neues zu entdecken. Da ich aber hauptsächlich und am liebsten am und mit den Menschen direkt arbeite, bleibt die Zeit im Internet einfach begrenzt. Hier geht es auch nicht darum, möglichst viele Besucher zu zählen, sondern denjenigen, die hierherfinden, etwas weiterzugeben.
Viele meiner KundInnen haben gar kein Internet (ja, sowas gibts noch) und einige surfen selten auf den Wellen des weltweiten Netzes. Wenn ich, wie beispielsweise gestern, dann per Telefon (statt über die Kommentarfunktion) ein herzliches Lachen über "Shikatzu" bekomme, freu ich mich auch sehr.

So werde ich auch weiterhin gemächlich wohlig nach Lust und Wohlerleben bloggen :-)

Für morgen wünsch ich allen natürlich einen Feiertag voller Wohlerleben!

Donnerstag, 27. September 2007

Shikatzu?

Ich hab noch gelernt, dass Shiatsu aus Japan kommt; wenn ich mir jedoch dieses Video anschaue, komm ich ins zweifeln... oder nennt sich das Shikatzu?
Katzen wissen einfach, was gut tut!

Dienstag, 25. September 2007

Deutsche Shiatsu-Tage

Vom 17.-23. September fanden zum dritten Mal die Deutschen Shiatsu-Tage statt.
Bundesweit gab es mehr als 70 Aktionen zum Thema Shiatsu; die Erlöse wurden meist für wohltätige Zwecke eingesetzt.
Dieses Jahr konnte ich mich leider nicht daran beteiligen, da ich momentan eifrig damit beschäftigt bin, meine neuen Praxisräume zu gestalten. Nächstes Jahr werde ich gerne wieder mit dabei sein (wie bei den Shiatsu-Tagen 2005 beim Baden-Marathon).
An dieser Stelle möchte ich allen meinen Shiatsu-KollegInnen danken, die dazu beigetragen haben, Shiatsu noch bekannter zu machen.

Einen Tag voller Wohlerleben - durch und mit Shiatsu

Claudia Nora

Donnerstag, 20. September 2007

Weitergeben - Das Glücksprinzip ins Rollen bringen




"Zufällig" (den Zufall gibt es für mich nicht - ich wurde natürlich hingeführt :-) bin ich heute auf das Glückshaus-Projekt gestossen.
Es geht um Folgendes:

Ich verspreche, dass ich drei Leuten, die sich hier in einem Kommentar bereit erklären, ebenfalls an dem Pay it Forward Austausch teilzunehmen, ein handgemachtes Geschenk schicken werde. Ich weiß noch nicht, was das Geschenk sein wird und Ihr werdet es vielleicht nicht morgen oder nächste Woche erhalten, aber ich verspreche, Ihr bekommt es innerhalb der nächsten 365 Tage. Alles was Ihr zu tun habt, ist, das selbe Versprechen in eurem Blog zu machen.

Der ursprüngliche Gedanke ist, jemandem etwas Gutes zu tun, der wiederum einem oder mehreren Anderen etwas Gutes tut, die wiederum Anderen... usw. usw.

Na, da bin ich mal gespannt, wem ich was basteln darf :-)

Einen Tag voller Wohlerleben
Nora

Samstag, 15. September 2007

Eingemachtes Glück


Neulich hörte ich im SWR-Radio einen Beitrag zum Thema "Eingemachtes".
Wir kennen auch die Redewendung "Jetzt geht's ans Eingemachte". In Bezug auf unser Essen bedeutet das, dass die Zeit, in der man das Gemüse frisch vom Garten auf den Tisch holen konnte, vorbei ist. Dann muss es an die Vorräte gehen, ans Eingemachte.

Es gibt Phasen im Leben, in denen es mehr Fülle gibt (alles läuft wunderbar, man hat alles, was man braucht/möchte) und in anderen Phasen gibt es mehr Leere (ein Mangel an dem, was wir brauchen/möchten).

In dem Radiobeitrag wurde ein Vorschlag gemacht, den ich ganz witzig fand.
Wie wäre es, wenn wir z.B. ein Glas "Glück" einmachen?

Ich stelle mir das so vor:

Man nehme

- 1 Einmachglas
- 1 Aufkleber "Glück"
- kleine Zettel, auf die man Glücksmomente aufschreibt

Wann immer man einen Glücksmoment erlebt, schreibt man es auf und tut es ins Glas.
Wenn dann einmal die Phase kommt, wo nichts so recht gelingen will und die Gedanken von dunklen Wolken umgeben sind, dann geht man eben ans Eingemachte. Man öffnet das wunderbare Einmachglas "Glück" und kostet die Glücksmomente. Und schon ist man wieder in Verbindung mit positiven Gedanken und Gefühlen. Und dies wiederum kann sich nur positiv auf die Situation auswirken und wird Sonnenstrahlen durch die dunklen Wolken schicken.

Viel Glück!

Samstag, 8. September 2007

Shiatsu für Frau Merkel

Sehr geehrte Bundeskanzlerin,
liebe Frau Merkel,

gerade las ich den Artikel des Herrn Lechner, Redakteur im ZEITmagazin Leben.
Ja, ein tolles Auto hatte er da für Sie im Auge, auf dass Sie jedoch aus im Artikel beschriebenen Gründen leider verzichten müssen.
Dafür kann ich Ihnen ein Spitzen-Angebot machen, was auch noch der Herr Glos befürworten könnte.
Da Sie ja jetzt die 18.650 Euro für die Ausstattungslinien "Ambiente" und "Wellness" sparen, können Sie diese ins deutsche Wirtschaftssystem fliessen lassen und von mir dafür 380 Shiatsubehandlungen bekommen.
Nicht nur das: wenn ich die Aktionen "Die Elfte für die Hälfte" oder den Bonus für die noch nicht bekannte Behandlung nach dem 11. Termin miteinbeziehe, hätten Sie sogar noch mehr davon. Und bei einem so grossen Shiatsu-Paket lässt es sich einrichten, dass Herr Glos eine Behandlung aufs Haus als Dankeschön bekommt.
Ich freue mich, Ihnen dieses Angebot machen zu können.

Einen Tag voller Wohlerleben
wünscht Ihnen
Claudia Nora Rauch

Dienstag, 4. September 2007

Kraft der Worte

Das vergangene Wochenende verbrachte ich in wunderschöner Umgebung und guter Gesellschaft bei einem Seminar von Barbara Gramlich. Es ging um die Heilung der Erde, was in erster Linie meint: Heilung für sich selbst.

Dabei ging es auch um die Kraft der Worte.
"Klänge heilen und Worte erschaffen auf magische Weise die materielle Welt." schreibt Sandra Ingerman in ihrem Buch Heilung für Mutter Erde. Wie wir uns und unsere Umwelt verwandeln können

Wie bewusst sind wir uns unserer Sprache, den Worten, die wir täglich benutzen?
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, welche Worte und Floskeln Sie öfters benutzen?
Und wenn ja, was ist es, dass sie das öfters sagen lässt?
Wichtig ist, sich darüber bewusst zu werden.

Ein Beispiel: eine Frau, die ich kenne, beginnt ihre Sätze sehr oft so:
"Also, ich muss ganz ehrlich sagen..." (bedeutet das nun, wenn sie es nicht vorneweg sagt, ist es nicht ehrlich??)
Eine andere Person nimmt als Verstärkung der Worte das Wort "wahnsinnig" oder "brutal", etwa so: "Das ist brutal schön".
Obwohl "brutal" hier als Verstärkung des Wortes "schön" gemeint ist (genauso wie z.B. "verdammt"), bewirkt es eine andere Schwingung als das Wort "schön" allein.
Eine Person, die Wind nicht mag, erzählte mir immer wieder vom "dreckigen Wind" und das Wetter wäre eine "Sauerei" (ich habe noch nie "dreckigen" Wind gesehn...).

Nun kann man selbst einmal in Worte hineinfühlen und beobachten, was sie für eine Energie aussenden; Energie, die uns letztlich umgibt, beeinflusst und zu uns zurückkehrt. Und genauso aufmerksam kann man beim Zuhören sein: wie fühlt es sich für mich an, wenn eine Person viele negative Worte benutzt?

"Worte sind wie Samen: Was wir aussäen, entscheidet, welche Art von Pflanzen in unserem Leben wachsen." (Sandra Ingerman)

Welche Worte säen Sie aus in Ihr Leben?

Montag, 3. September 2007

Badewannenmantra

Singen Sie unter der Dusche?
Und wie sieht es beim Baden aus?

Ich singe des Öfteren unter der Dusche und letzte Woche bei einem heissen entspannenden Bad habe ich das "Badewannenmantra" für mich entdeckt.
Eine liebe Patientin schenkte mir einen Badekräuter-Beutel Marke "Streß laß nach", sooo gut! Mir kam natürlich gleich die Idee, sowas selbst herzustellen: einfach ein paar Kräuter und ätherische Öle in ein Vlies oder dünnes Tuch gewickelt und in die heisse Badewanne legen.

Ich fing erst an, zu tönen, und weil das Bad so gut tat, habe ich mich singend darüber ausgelassen und es immer wieder wiederholt. Mein Mantra hat eine wunderbare Energie für mich erzeugt.

Na, Lust, es auch auszuprobieren?

Übrigens, wer schonmal am PC sitzend, Duschsongs kreieren möchte, hier gibts den Showersong.

Donnerstag, 30. August 2007

Aromaöl für Rückenschmerzen


Es kommt sehr selten vor, aber gestern war so ein Tag, bzw. Abend.
Ich spürte schon bei der Arbeit ein leichtes Ziehen im unteren Rücken. Da ich abends ziemlich müde war, überlegte ich, was ich meinem Rücken mit möglichst minimalem Aufwand Gutes tun könnte. Also mischte ich mir ein wärmendes Aromaöl. Dazu verwendete ich:

1 Esslöffel Calendulaöl (kann auch Mandel- oder Jojobaöl sein)
4 Tropfen äth. Ingweröl
3 Tropfen äth. Rosmarinöl

Um es zu erwärmen, kann man eine Duftlampe nehmen. Es dauert nur ein paar Momente, bis es warm ist (nicht zu heiß werden lassen), dann kann man die Flamme schon löschen.
Das erwärmte Öl habe ich dann auf die betreffende Stelle einmassiert und mich danach noch auf ein Wärmekissen gelegt.
Und heute spür' ich kaum noch was von der Verspannung von gestern. (Sicher sind Beschwerden nicht immer so leicht wegzupusten, aber frühzeitig angegangen sind die Chancen recht gut).

Calendulaöl wirkt entzündungswidrig und bei rheumatischen Schmerzen, Rückenschmerzen und Muskelkater.
Ingwer und Rosmarin wirken erwärmend, schmerzlindernd und fördern die Durchblutung.

Unverträglichkeit: Bevor Sie ein Aromaöl grossflächig einsetzen, können Sie die Verträglichkeit testen, indem Sie ein bis zwei Tropfen des jeweiligen Öls auf einen Teelöffel Hautcreme geben, dies vermischen und auf eine kleine Stelle der Innenseite des Unterarms geben. Wenn Rötungen, Reizungen auftreten, dürfen Sie das Öl nicht verwenden.

Donnerstag, 23. August 2007

Wie man sich selbst eine energetisierende Gesichtsmassage gibt

Tun Sie sich selbst etwas Gutes für Kopf und Gesicht. Gerade jetzt, wo Sie vor dem Computer sitzen. Wie, wird in diesem Video gezeigt. Gefunden habe ich VideoJug über den Bandscheibenblog , hier bloggt Christoph Weigand fleissig.


VideoJug: How To Give Yourself An Energizing Facial Massage

Das Video ist in englischer Sprache, aber das macht nichts, man kann die Abläufe sehen und auch nach eigenem Gefühl gestalten. Als Ergänzung: wenn Wangen und Mundbereich massiert werden, ruhig den Mund öffnen und so locker wie möglich lassen.

Dienstag, 21. August 2007

Wesen der Natur


(gefunden im Garten der Burren Perfumery, Irland)

"Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen,
von denen man alles erhalten kann,
wenn man sie nach ihrer Art behandelt."


(Johann Wolfgang von Goethe)
Hier kommen mir viele gute Gedanken, doch möchte ich diese weise Aussage einfach so stehen lassen. Weniger ist manchmal mehr.

Dienstag, 14. August 2007

Wandlungsphase Erde




"So wie die Erde grenzenlos weit ist und für alle Wesen, die auf ihr leben, sorgt, so sorgt der Edle für alle Menschen und schliesst niemanden von seiner Fürsorge aus."
(aus dem I Ging)

Eine Übersicht zum Thema Wandlungsphasen gibt es hier.

Erde ist das Element des Spätsommers, des mittleren Erwachsenenalters, die Farbe ist gelb/braun, der Geschmack ist der süsse, das Klima ist das feuchte und die Emotion ist das Mitgefühl und die Sorge.

Die Meridiane (Energiebahnen) der Erde sind Magen und Milz.

Die Milz (als Funktionskreis) gewinnt Energie aus der Nahrung, hält die Körperflüssigkeiten an ihrem Platz, ist an der Blutbildung beteiligt, regiert die Abwehrkraft des Körpers und steht in Verbindung zu den Fortpflanzungsorganen. Ausserdem herrscht sie über die Muskeln.
Ein Ungleichgewicht kann sich z.B. in Blähungen, Völlegefühl, Organsenkungen, Menstruationsbeschwerden zeigen.

Der Magen (als Funktionskreis) nimmt Nahrung auf (hier ist nicht nur physische Nahrung gemeint, sondern alles, was wir aufnehmen, wie z.B. auch Erlebnisse, Erfahrungen), steht für den Appetit, für die Fähigkeit des Annehmens und der Fürsorge.
Ein Ungleichgewicht kann sich z.B. in Appetitlosigkeit, entzündete Mundschleimhaut, Verdauungsstörungen, Trägheit zeigen.

Was dem Erdelement guttut: ausgewogene, maßvolle Nahrung, ein harmonisches Zuhause, Singen, sich selbst Gutes tun.
Was dem Erdelement schadet: schlechte Ernährungsgewohnheiten, Sorgen, ein Zuviel an Fürsorge, Bewegungsmangel.

Das Erdelement ist ausser dem Spätsommer auch noch den Übergangszeiten jeder Jahreszeit zugeordnet.
"Die Erde in allen vier Jahreszeiten bedeutet, dass jede Zeit die Möglichkeit zum Ausgleich und zur Harmonie in sich trägt." (Wilfried Rappenecker, "Fünf Elemente und zwölf Meridiane")

"Zehntausend Blumen im Frühling -
Eine kühle Brise im Sommer -
Der Mond im Herbst -
Schnee im Winter -
Wenn Dein Gesicht nicht von unnötigen Dingen umwölkt ist,
ist dies die beste Jahreszeit Deines Lebens."


(Wu Men 1182-1260)


Buchempfehlungen zum Thema gibt es hier.

Sonntag, 12. August 2007

Was Charlie Brown schon wusste

Die Einheit von Körper-Seele-Geist und der Spiegel des Inneren im Äusseren und umgekehrt kann sich an der Körperhaltung ablesen lassen.
Besser als Charlie Brown in diesem Cartoon kann ich es auch nicht erklären ;-)

Sonntag, 5. August 2007

Erfahrungen in Sachen Wellness

Bei ein paar Tagen Auszeit in einem schönen Weinort in der Pfalz besuchte ich in einem Nachbarort eine Physiotherapiepraxis und ließ mir dort eine La Stone Massage geben.
Da ich selbst nur die Hot Stone Massage kannte, die ich auch selbst gebe, war ich interessiert, wie die La Stone Massage wirkt (hier werden heiße und kalte Steine eingesetzt). Es gab in der Behandlung durchaus ein paar entspannende Momente, aber die Liste mit den Dingen: "Wie man es nicht machen sollte" wurde immer länger.

Es fing schon damit an, dass die Behandlerin 20 Minuten zu spät kam, völlig gestresst war, mich in den Raum mitnahm, den sie erstmal vorbereiten musste, und als ich dann endlich lag, lief sie mindestens zehn mal rein und raus, weil irgendwas fehlte. Sie wies mich dann darauf hin, dass sie zwar achtgibt, aber es passieren könnte, dass ein Stein herunterfällt und dann wüsste ich ja, dass es ein Stein ist und bräuchte nicht erschrecken. Aha, wunderbar.
Dann ging es los; während ich größtenteils entblößt auf der Bank lag, ging dreimal die Tür auf, weil jemand etwas von meiner Behandlerin wollte.
Sie klopfte die Steine auf meiner Haut aufeinander und ich fühlte mich wie ein Steinbruch, der gerade abgetragen wird und hätte in dem Moment Ohrstöpsel gut vertragen können.
Nachdem sie meine Körpervorderseite behandelt hatte, flüsterte sie mir ins Ohr: "Und jetzt kommt leider etwas Unangenehmes" Hoppla, dieser Satz wirkt aber gar nicht entspannend. Sie meinte damit aber lediglich, dass ich mich nun umdrehen müsste. Uff, also ganz entspannt weiteratmen.
Beim Einsatz der eiskalten Steine bereitete sie mich wenigstens darauf vor, dass ich tief durchatmen sollte (ja, da bleibt einem wirklich fast die Luft weg).

Sie betonte anschließend noch die Energiearbeit in ihrer Behandlung; davon war für mich jedoch nichts zu spüren bei dem Stress, den sie hatte.
Ich gab ihr noch die Rückmeldung, was ich nicht angenehm fand (die "Steinbruchtechnik") und was ich angenehm fand (die heißen Steine) und nun bin ich wieder um eine Erfahrung reicher.

Als Behandlerin ist es für mich wichtig, immer wieder selbst in Behandlungen zu gehen. Zum einen, um mir etwas Gutes zu tun, zum anderen, um mich neu inspirieren zu lassen und selbst zu spüren, was angenehm ist und was nicht.
Im Lauf der Jahre habe ich daher schon viel Erfahrungen gesammelt und setze diese auch praktisch ein.

Mein Fazit: Sowohl die Hot Stone Massage wie vermutlich auch die La Stone Massage sind wunderbare Behandlungen zur Entspannung - allerdings nur dann, wenn die Behandlerin gut vorbereitet und selbst entspannt ist.

Dienstag, 24. Juli 2007

Einblick

"Dann, wenn der Schlaf noch nicht gekommen ist
und die Wachheit schwindet,
offenbart sich das Sein."

(Shiva)

In diesen Momenten, die ich selbst vor allem in craniosakraler Berührung erlebe, ist genau dieses möglich: die Seele (oder was immer es für Sie ist) darf an die Oberfläche kommen und sich zeigen. Wir können "einblicken" oder von einem anderen Standpunkt aus-blicken. Und genau in dem Augenblick kann wirklich Heilung stattfinden.

Dienstag, 17. Juli 2007

Hara

" "Brust heraus - Bauch herein..." - Ein Volk, bei dem dieser Spruch zu einer allgemeinen Anweisung werden konnte, ist in großer Gefahr" - so sagte mir ein Japaner im Jahre 1938. Das war während meines ersten Aufenthaltes in Japan. Damals verstand ich diesen Satz nicht! Heute weiß ich, daß er wahr ist und weiß auch warum."

Diese Zeilen stammen aus dem wunderbaren Buch "Hara - die Erdmitte des Menschen" von Karlfried Graf Dürckheim. Den Satz im oben angegebenen Text zu verstehen, kommt mit der Praxis und den Erklärungen in dem Buch und ist natürlich viel komplexer als die paar Zeilen, die ich unten für Sie geschrieben habe. Es ist eine Essenz daraus.

Aus meiner Shiatsu-Arbeit kann ich es so zusammenfassen:
Im Shiatsu arbeiten wir "aus dem Hara" heraus.
Hara kommt aus dem Japanischen und bedeutet das Zentrum des Körpers, unser Bauch. Mit diesem Zentrum ist aber nicht nur unser körperliches Zentrum gemeint, sondern unsere ganze Verfassung. Aus dem Zentrum kommt unsere Kraft; es ist wie an die Quelle zu gehen.
Shiatsu wird traditionell auf einer Behandlungsmatte auf dem Boden gegeben und hier lassen wir die Schwerkraft für uns arbeiten. Wir brauchen keine Muskelkraft, wir können entspannt und gelassen sein und mit unserem Körpergewicht, aus der Körpermitte, arbeiten.

Früher in meiner Shiatsuausbildung haben wir verschiedene Übungen gemacht, wie z.B. Bewegungen und körperliche Anstrengungen "einfach so" (in unserer "Schulter-Kultur", mit Muskelkraft) und dann "aus dem Hara heraus" praktiziert.
Es geht tatsächlich viel einfacher aus unserer Körpermitte heraus und das Beste ist, es kommt viel mehr beim Anderen an, als wenn ich mit Kraft arbeite.

Jeder Mensch kann im Alltag Kraft aus dem Hara schöpfen.
Manchmal wird es auch instinktiv gemacht - denken Sie mal an ein Marmeladenglas, das schwer zu öffnen ist. Am einfachsten geht es, wenn man das Glas vor den Bauch hält und es von dort aus öffnet. Die Position vor dem Bauch kann der Beginn für viele Bewegungen sein. Probieren Sie es aus.

Noch ein Weg, mehr ins Hara zu kommen ist, den Atem dorthin zu lenken, dort hineinatmen. Zur Unterstützung kann ich meine Hände auf den Bauch legen oder eine Hand auf den Bauch und die andere auf gleicher Höhe auf den Rücken. Das Bewußtwerden dieser Mitte wird das Hara stärken. Spielen Sie einmal damit, wenn Sie etwas zu tun haben und daran denken. Und wenn Sie es probiert haben, wie wäre es dann mit einem Kommentar zum Post?
Viel Spaß!

Mittwoch, 11. Juli 2007

Gartenbewohner


Nachdem die Hortensie vom Garten ins Wohnzimmer umgezogen ist und dort in der Vase weiter blühte, zeigte sich noch ein Bewohner dieser großen Blüte: eine Schnecke,
mit einem so schönen Haus. Die schönste Architektur ist doch in der Natur zu finden, oder nicht?

Dienstag, 3. Juli 2007

Entspannung, Regeneration und Energieaufbau durch Shiatsu

Shiatsu in Verbindung mit Sport ist nichts absolut Neues, aber doch noch nicht weit verbreitet.
So gab ich im Jahr 2005 mit anderen Shiatsu-PraktikerInnen beim Baden-Marathon Karlsruhe den Läufern und Läuferinnen schon Shiatsu-Behandlungen nach dem Lauf. Für die meisten war das eine sehr gute Entspannung und Regeneration nach der Anstrengung.

In Oesterreich setzt jetzt Europameister Bernhard Windhager (24 Stunden Mountainbiken) auf Shiatsu als Behandlungsprogramm und zur Vorbereitung auf die Salzkammergut Trophy.
Hier
können Sie selbst lesen, wie Windhager von Shiatsu "schwärmt".
Da wünsch' ich alles Gute für die Trophy am 14. Juli mit viel Energie!

Montag, 25. Juni 2007

Massagematte...

Wußten Sie schon, daß es eine Massagematte gibt, die "besser massiert als jeder Masseur"?
Na dann, her mit der Matte, da laß ich dann meine Kunden draufliegen und gehe in der Zwischenzeit Kaffee trinken...
Ich besitze kein TV-Gerät, komme deshalb fast nie in den "Genuß" der Fernsehwelt -
oder sollte ich besser sagen "Gott sei Dank" ?
Wie auch immer, dieser Link zu einem Video über den Verkauf einer Massagematte hat bei mir zu großer Belustigung geführt.
Wieso mußte ich nur immer wieder an Horst Schlämmer denken?

Hier geht's lang ;-),
und bitte Ton an!

P.S.: Gibt es wirklich Menschen, die sich solche Sendungen ernsthaft angucken???

Donnerstag, 21. Juni 2007

Wandlungsphase Feuer




"Was dunkel ist, haftet an dem, was hell ist, und macht es dadurch noch größer.
Etwas Leuchtendes, das Licht ausstrahlt, muß etwas in sich haben, das dauerhaft ist, weil es sich andernfalls im Laufe der Zeit verzehren würde.
Alles, was Licht ausstrahlt, ist abhängig von etwas, das es ihm ermöglicht, unablässig zu leuchten."
(aus dem I Ging)

Zum Thema Wandlungsphasen gibt es auch einen Post vom 11.März.

Feuer ist das Element des Sommers, des Mittags, der Höhepunkt des Lebens.
Die Emotion ist die Freude, der stimmhafte Ausdruck ist das Lachen, die Farbe ist rot, der Geschmack ist der bittere, der Geruch der verbrannte und das Klima ist das heiße.

Wenn das Feuer stark ist, ermöglicht es uns eine stille Freude und ruhige Harmonie, Ausgeglichenheit und einen klaren wachen Geist.
Die Kraft des Feuers liegt in der Fähigkeit der Transformation.

Die Meridiane (Energiebahnen) des Feuers sind Herz und Dünndarm (als absolutes Feuer) und Perikard und Dreifacher Erwärmer (als ergänzendes Feuer).

Das Herz ist der Wohnort des Shen (Bewußtsein).
Die Funktion ist Freude und Harmonie.
"Wenn Shen gesund ist, ist der Körper stark, und die Gefühle sind geordnet."
Das Herz regiert außerdem das Blut und die Blutgefäße.
"Das Herz regiert alle Organe, es repräsentiert das Bewußtsein des Menschen. Es ist verantwortlich für Intelligenz, Weisheit und spirituelle Transformation." (aus "Der gelbe Kaiser")

Perikard (auch Herzschützer genannt) schützt das Herz vor äußeren Bedrohungen.
Alle Aufregungs- und Erregungszustände müssen vom Herzen ferngehalten werden - hier ist die Energie von Perikard gefordert. Dies z.B. bei Lampenfieber, Angstsituationen, sexueller Erregung und übergroßer Freude.
Die Funktionen sind Freude und Aktivität.
"Der Herzbeutel ist wie der Hofnarr, der den König (das Herz) zum Lachen bringt, denn er weckt die Freude." (aus "Der gelbe Kaiser")

Der Dünndarm ist auch ein Beschützer des Herzens, besonders in körperlichen und seelischen Schocksituationen.
Außerdem steht er für Assimilation. Das bedeutet die Fähigkeit, Erlebnisse nach einer Zeit der Verdauung zu einem Teil von uns selbst zu machen; und das Brauchbare vom Unbrauchbaren zu unterscheiden.

Der Dreifache Erwärmer ist der einzige Meridian, der nicht mit einem Organ im physiologischen Sinn zusammenhängt.
Er regiert alle Schutzfunktionen und koordiniert die Meridiane miteinander.
Der Name steht für die Drei Brennkammern der traditionellen chinesischen Physiologie.
Unterer Erwärmer: Unterbauch und Becken, Basisfeuer des Menschen, Vorgeburtliche Energie, Kontakt zum Boden.
Mittlerer Erwärmer: Obere Bauchhöhle, nachgeburtliche Energiequelle, Aufnahme und aktiver Umgang mit der Welt.
Oberer Erwärmer: Brustkorb, Energie über die Atmung, Verbindung zur universalen Energie.

"Liebe, emotionale Wärme und Zuwendung harmonisieren das Feuer im Menschen, durch ihren Mangel oder Abwesenheit wird es belastet." (Wilfried Rappenecker: Fünf Elemente und Zwölf Meridiane")

Der gelbe Kaiser sagt:
"In den drei Monaten des Sommers herrscht Überfluß an Sonnenschein und Regen.
Die Energie des Himmels steigt hinab, die Energie der Erde steigt auf. Vermengen sich diese beiden Energien, findet ein Austaush zwischen Himmel und Erde statt. Das ist der Grund dafür, daß Pflanzen reifen und Tiere, Blumen und Früchte reichlich erscheinen.
Zu dieser Zeit des Jahres mögt ihr Euch etwas später zurückziehen, aber ihr solltet immer noch früh am Morgen aufstehen. Meidet Zorn und bleibt körperlich rege, um zu verhindern, daß die Poren sich schließen und das Qi stagniert. Ihr solltet keinem allzu intensiven Sexualleben frönen, obwohl es ein bißchen intensiver sein darf als zu anderen Jahreszeiten. Auf emotionaler Ebene ist es wichtig, fröhlich und heiter zu sein und keinen Groll zu hegen, damit die Energie frei fließen kann und eine Kommunikation zwischen außen und innen herstellen kann. So könnt ihr vermeiden, daß im Herbst Krankheiten auftreten. Zur Jahreszeit des Feuers und des Herzens zählt auch der Spätsommer, der dem Erdelement entspricht. Schwierigkeiten im Sommer können das Herz schädigen und manifestieren sich im Herbst."

Zu diesem Thema sind u.a. folgende Bücher empfehlenswert:

Donnerstag, 14. Juni 2007

"Drachen gibt's doch gar nicht"

Als ich vor zwei Wochen wieder einmal bei einem Kurs für visionäre Craniosakralarbeit war, stellte sich am dritten Tag ein Schmerz in der Wirbelsäule ein. Ich hoffte, er würde über Nacht verschwinden. Aber der Schmerz wurde immer stärker und ich konnte nachts schlecht schlafen, weil ich immer wieder daran aufwachte. Am vierten Kurstag wurde ich behandelt und dieser Schmerz wollte einfach nicht weniger werden. Ich bekam während der Behandlung das Bild von einem Drachen, der sich da festgebissen hatte und einfach nicht loslassen wollte.
Die Behandlung bekam ich von zwei Personen und ich habe ihnen von diesem Drachen erzählt.

Einige Tage später, wieder zuhause, bekam ich ein Päckchen von zwei Kursteilnehmern. Darin war ein Kinderbuch mit dem Titel "Drachen gibt's doch gar nicht".
Es geht um einen Jungen namens Felix, der Besuch von einem kleinen Drachen, so groß wie ein Kätzchen, bekommt. Er streichelt ihn und rennt zu seiner Mutter, um ihr vom Drachen zu erzählen. Aber seine Mutter sagt: "Drachen gibt's doch gar nicht". Felix ignorierte den Drachen dann; schließlich gab es ihn ja gar nicht. Der Drache wurde immer größer. Je mehr er ignoriert wurde, desto größer wurde er. Er wurde so groß, daß er das ganze Haus ausfüllte und als ein Bäckerauto vorbeifuhr, roch es so gut, daß der Drache mitsamt dem Haus dem Auto hinterherlief. Als der Vater am Abend nach Hause kam, war das Haus weg. Er fuhr im Ort herum und fand endlich sein Haus. "Was ist hier los? fragte er. "Das war der Drache" sagte Felix. "Drachen gibt es über..." fing seine Mutter an. "Das IST aber ein Drache!" Der Drache war glücklich. Und schneller, als er gewachsen war, schrumpfte er wieder. "Warum mußte er bloß so groß werden?" fragte Felix' Mutter.
"Ich weiß auch nicht", sagte Felix, "aber ich glaube, er wollte einfach nur, daß man ihn bemerkt und ihn lieb hat."

Symptome wollen uns etwas zeigen und nicht nur ignoriert oder vertrieben werden.
Ansonsten müssen sie ja größer werden, wenn wir nicht näher hinschauen, was sie uns sagen wollen.
Ich hab' mich riesig gefreut über das Buch und das "Erkennen".
Herzlichen Dank an Susanna und Stefan.

Ein herziges Buch für Kinder und jung gebliebene Erwachsene.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Walk-in-massage

Vor kurzem in London fielen mir einige Walk-in-massage-shops auf.
Zwischen Modeboutiquen, Geschenkartikelshops und Einrichtungshäusern gibt es kleine Oasen der Entspannung. Sie werben z.B. mit "Walk in, float out", also Hereingehen und Herausschweben. Eine tolle Einrichtung, wie ich finde; und ich hab es dann auch gleich probiert und hab mir eine thailändische Fußmassage geben lassen - wunderbar.

So etwas läuft natürlich nur in großen, belebten Städten. Doch, wenn Sie einmal spontan denken, jetzt könnte eine Massage guttun, dann rufen Sie einfach an, vielleicht hab' ich gerade einen Termin frei...und wenn nicht, dann ist die Gelegenheit, einen auszumachen.

Ich wünsch' Ihnen einen entspannten Sonntag.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Leben und Tod

Aus aktuellem Anlaß...


Es gibt kein Leben ohne Tod.
Der Tod ist also so natürlich wie das Leben.
Und doch:
Wenn Menschen, die wir lieben oder mit welchen wir ein Stück unseres Weges gegangen sind, aus dem Leben scheiden, scheint es uns immer zu früh.
Wenn ein Mensch so ganz unerwartet stirbt, ist es wirklich schwer zu fassen.
Doch unsagbar schmerzhaft ist es sicherlich, wenn ein geliebter Mensch den Freitod wählt.
Und auch wenn dieser Mensch nicht ein naher Verwandter oder Freund ist, so ist man doch sehr betroffen und wird nachdenklich.
"Warum nur?" und "Gab es keinen anderen Ausweg?", "Hätte man nicht etwas tun können?" oder "Warum hat er/sie nichts von den Problemen gesagt?" sind Fragen, die auftauchen.
Beantworten können wir es nicht.

Es ist ein Weckruf.
Mögen wir Menschen Kontakte und Gemeinschaften pflegen, wo wir sein können, uns zeigen können, mit all unseren hellen und dunklen Seiten, damit das Dunkle ins Licht kommen darf und nicht übermächtig wird.
Der, der Du freiwillig gegangen bist, bist in dieser Lektion unser Lehrer.
Ich danke Dir für den Weckruf.

"Komm', komm', wer immer Du bist,
Wanderer, Anbeter, Fliehender,
Egal.
Unsere ist nicht eine Karawane der Verzweiflung.
Komm', auch wenn Du Dein Gelübde tausendmal gebrochen hast.
Komm', und noch einmal, komm', komm'."

(Gedicht der Sufi)

Donnerstag, 17. Mai 2007

Galsan Tschinag



"Traditionelle Heilkunst im mongolischen Schamanismus" war der Titel des Workshops mit Galsan Tschinag aus Tuwa. Die Veranstaltung fand im Tipi von Barbara Gramlich in Freiamt statt, umgeben von ursprünglicher Natur.

Galsan Tschinag ist Stammeshäuptling, Schamane und Dichter der Tuwa-Nomaden in der Mongolei.
Im Workshop erzählte er vom Leben in seiner Heimat, vom schamanischen Heilwissen aus Tuwa und zeigte einfache Elemente des Heilens.

"Heilen heißt bei den Nomaden: berühren mit Worten, berühren mit den Händen, genaues Zuhören, Riechen, Öffnen der Sinne, intuitives Wahrnehmen des ganzen Menschen. Wenn Heilender und Heilsuchender sich vorbehaltlos einander öffnen, entsteht Resonanz, wird Berührung möglich, werden Ressourcen aktiviert, die heilsame Veränderungsprozesse anzuregen vermögen."

Was im Familienverbund und in Lebensgemeinschaften ganz natürlich ist, nämlich sich gegenseitig Gutes zu tun, sich zu massieren, zu halten, in Körperkontakt zu gehen, ist in unseren Kulturen ein bißchen verloren gegangen. Leben wir nicht in einer berührungsarmen Welt?
Doch mein Gefühl ist, daß wir uns wieder in diese Richtung bewegen. Vermutlich bin ich für dieses Thema einfach sehr empfänglich, doch scheint es mir wirklich, daß immer mehr Menschen an diesem "Umkehrpunkt" angekommen sind und sich zurückbesinnen, auf das, was wesentlich ist. Die Sehnsucht nach echter Berührung (Berührung mit allen Sinnen) ist die Nahrung für unsere Seele und somit für den Körper und unser Sein.

Das Band zwischen Heiler und Heilsuchendem ist eine Brücke, ohne die wir nicht zueinander kommen. Das bedeutet, ohne das gegenseitige Vertrauen und den gegenseitigen Glauben aneinander, kann kaum Heilung stattfinden.
Dieses Band gibt es leider immer weniger in unserem Medizinsystem. Die Zeit gibt es nicht in der Arztpraxis und schon gar nicht im Krankenhaus.
Doch wenn wir davon ausgehen, daß in jedem von uns ein Heiler steckt, dann können wir doch vieles für einander tun, was heilsam ist. Einfach indem wir natürlich sind, gegenseitig auf unsere Bedürfnisse eingehen und vor allem: Vertrauen in uns selbst haben, daß wir etwas Gutes zu geben haben.

********************************

Galsan Tschinag hat zahlreiche Bücher geschrieben. Zwei davon habe ich gelesen:
"Die graue Erde" erzählt vom Leben einer mongolischen Nomadenfamilie, einem Leben mit der Natur und dem Schamanismus und den Veränderungen und Zwängen, die der Sozialismus in den 40er Jahren mit sich brachte.
"Liebesgedichte" ist das andere Buch; für mich als Anhängerin der Poesie wiedermal ein Schatzkästchen.
Klappentext: "Poesie ist die strotzende Kraft, die dem Universum als Ganzem so auch jedem seiner Splitter innewohnt. Ist die summende Stimme der Seele eines jeden Lebewesens."

Montag, 14. Mai 2007

"Die Gaben der Fünf"



Reich beschenkt fühlte und fühle ich mich immer noch von diesem Wochenende. Ich durfte ein Seminar von Dianne Connelly im ESI Heidelberg miterleben und mitgestalten.
Dianne Connelly, unter anderem Autorin von zwei Büchern über die Wandlungsphasen ( "Traditionelle Akupunktur: Das Gesetz der Fünf Elemente" und "Alles Weh ist Heimweh") tanzte mit uns den "Tanz" durch die Fünf Wandlungsphasen.
Die "Gaben" sind die Qualitäten und Geschenke, die durch uns selbst in die Welt kommen.

Ich wurde wieder daran erinnert, nichts zurückzuhalten und die Geschenke, die ich in mir trage, zu geben. Denn nur so, indem ich sie gebe, habe ich auch etwas davon.

Wir alle wissen nicht, wielange wir hier sind, wann unsere letzte Stunde schlägt.
Können wir uns fragen: War es heute für jemanden bedeutsam oder war heute jemand glücklich, weil ich im Leben bin?

Und was ist gute Medizin? Es kann so einfach sein... nicht nur ,was der Arzt verordnet, ist Medizin.
Gute Medizin kann sein: ein Lied für jemanden singen, aufmerksam zuhören, ein Lachen, Anerkennung geben, einen Raum offen halten für den Schmerz, der sich vielleicht zeigen möchte und vieles mehr.

Dieses Wochenende wurde das All-eins-sein noch mehr erfahrbar für mich.

Ich danke Dianne für das "Aufwecken" und allen anderen dafür, daß wir diesen Raum zusammen geschaffen haben und uns gegenseitig haben bewegen und berühren lassen.


"Es wäre gut, wenn wir aufwachten, bevor wir sterben."

(Altes Hindusprichwort)

Sonntag, 6. Mai 2007

Nur eine Minute

Für all diejenigen, die mit Meditation wenig vertraut sind und sich diese als anstrengendes einstündiges Stillsitzen in unbequemer Position vorstellen -
hier ist die Alternative: J-A-M - Just a minute.

"Just-a-minute ( j-a-m) ist eine neue dynamische Kampagne in der es darum geht, die Kraft friedvoller und ruhiger Gedanken zu erfahren. j-a-m führt Sie in regelmäßige ein-minütige Momente der Stille in Mitten Ihres Alltags; ob als gestresste Führungskraft, beschäftigte Mutter oder als prominente Persönlichkeit."

Es gibt viele Formen der Meditation und aller Anfang ist schwer. Ich meine, besser, als es gar nie zu versuchen, ist es, mit einer Minute anzufangen.
Vielleicht sitzen Sie einige Stunden am Tag am PC, dann klicken Sie doch mal hier und probieren Sie eine der angebotenen Ein-Minuten-Meditationen.
(Tipp: Unten rechts auf der Seite können Sie die Sprache auswählen.)

Donnerstag, 26. April 2007

Dienstags bei Morrie

Als ich irgendwo die Buchempfehlung für "Tuesdays with Morrie" las, wußte ich, ich hatte das Buch schon irgendwo gesehn. Tatsächlich stand es im Bücherregal und wartete wohl darauf, von mir gelesen zu werden.

Es ist eine wahre Geschichte: Mitch Albom trifft nach vielen Jahren seinen alten, kranken Lieblingsprofessor wieder. Dieser hat eine tödliche Krankheit. Sie beschließen, ihre früheren "Dienstags Treffen" wieder aufzunehmen. Jeden Dienstag führen sie Gespräche "über unser Leben und unsere Kultur, über Ehe und Familie, über die Arbeit und soziales Engagement, übers Verzeihen und über das, was uns das Leben geschenkt und was es uns vorenthalten hat, über Glück und Abschiednehmen, über die Reue und die Angst vorm Älterwerden." Beide wissen: es ist ihr letztes Seminar.


Ein Auszug daraus:

»Mitch. Kann ich dir etwas sagen?«
»Natürlich«, sagte ich
»Möglicherweise gefällt es dir nicht.«
»Warum nicht?«
»Tja, die Wahrheit ist, wenn du wirklich auf jenen Vogel auf deiner Schulter hören würdest, wenn du akzeptieren wür­dest, dass du jederzeit sterben kannst -- dann wärst du vielleicht nicht so ehrgeizig, wie du jetzt bist.«
Ich zwang mich zu einem kleinen Lächeln.
»Die Dinge, auf die du so viel Zeit verwendest, all diese Arbeit, die du machst - erscheinen dann vielleicht nicht so wichtig. Es könnte sein, dass du dann Platz für spirituelle Dinge schaffen musst.«
»Spirituelle Dinge-,«
»Du hasst das Wort, nicht wahr? >Spirituell<. Du glaubst, es ginge dabei um rührseliges Zeug.«
»Na ja«, sagte ich.
Er versuchte, mir zuzuzwinkern. Was ihm jedoch nicht gelang, und ich konnte mich nicht mehr beherrschen und be­gann, laut zu lachen.
»Mitch«, sagte er und lachte ebenfalls, »selbst ich weiss nicht, was >spirituelle Entwicklung< wirklich bedeutet. Aber ich weiss, dass es uns in irgendeiner Hinsicht an etwas man­gelt. Wir sind allzu sehr mit materialistischen Dingen beschäf­tigt, und sie befriedigen uns nicht. Die liebevollen Beziehun­gen, die wir haben, das Universum um uns herum - wir nehmen diese Dinge als selbstverständlich hin.«

Das Buch ist ein kleiner Schatz. Ehrlich, wesentlich, liebevoll und berührend.
Und nachdem ich das Original und die Übersetzung gelesen habe, schlage ich immer noch gerne eine beliebige Seite auf, um nur ein paar Worte wieder aufzufangen.

Freitag, 20. April 2007

Lauschen

"Nur wenige Menschen können zuhören. Ihre gehetzte Eile zieht sie aus dem Gespräch heraus, oder sie versuchen innerlich, die Situation zu verbessern, oder sie überlegen sich, ihren Auftritt für den Moment, in dem man selber die Klappe hält, damit sie sich nun ihrerseits in Szene setzen können. ...
Mit dem Mann vor mir ist das anders. Wenn ich rede, hört er unzerstreut zu, was ich sage, und nichts sonst. ...
Er schaut auf das Dach. Er hat keine Ticks, keine Angewohnheiten mit seinem Hut. Er zündet keine Pfeife an und tritt auch nicht von einem Fuß auf den anderen. Er zieht keinen Block heraus. Er ist nur ein sehr kleiner Mann, der zuhört und gründlich nachdenkt."

- Peter Hoeg, Auszug aus "Fräulein Smillas Gespür für Schnee"

Das In-Stille-Sein, das Lauschen und das echte Zuhören - dies immer wieder zu praktizieren und auch den Raum dazu zu erhalten sind für mich kostbare Momente, die zu empfangen und zu geben so wertvoll und wohltuend sind.

Sonntag, 15. April 2007

Begegnung, Wahrnehmung, Frequenzsuche

Ein großes Thema in meiner Arbeit mit Shiatsu und Visionärer Craniosakralarbeit ist Intuition und Wahrnehmung. Beides ist da, entwickelt sich immer mehr und eröffnet immer wieder neue Räume im Erleben.
Durch ein Erlebnis heute morgen stellte sich mir die Frage, wie Empfindungen und Wahrnehmungen zu uns kommen und so unterschiedlich sein können.

Dazu muß ich etwas ausholen und erzählen:
Heute war Braco in der Stadt, der von den Medien "der stille Heiler mit dem gebenden Blick" genannt wird. Manche Menschen berichten von einem Gefühl der Ruhe, Wärme, Freiheit, Kraft und manche haben wohl schon Heilung durch ihn erfahren.
So bin ich heute morgen also zu dieser "Begegnung" gegangen. Es gab mehrere Termine und als ich da war, gab es ca. 30 Menschen im Raum. Zwei Frauen berichteten anfangs, wie sie selbst Braco schon erlebt haben. Eine erzählte, sie wäre seither immer glücklich gewesen, die andere Frau erzählte von Linderung von Krankheiten und sie meinte, wenn jeder Mensch seine Bücher lesen würde, dann gäbe es keine Kriege mehr.

Dann ging es los. Braco erschien und stand einige Minuten vor der Gruppe; danach konnte man nochmal ca. fünf Minuten in Ruhe stehen. Im Raum war es relativ warm und ich hatte das Gefühl, ich bräuchte mehr Luft, also hatte ich ein bißchen Sorge, daß mein Kreislauf schlappmachen könnte. Ich versuchte, gut zu atmen und mich mit Himmel und Erde zu verbinden und so ging es dann auch gut. Eine spezielle Energie, die von ihm aus ging, spürte ich nicht in der Form, wie andere. Es war eher ein befreiendes Gefühl, nachdem die Begegnung zu Ende war.

Später, in der Sonne sitzend, fragte ich mich, was es wohl ist, daß das Empfinden so unterschiedlich macht.
So hatte ich z.B. auch schon eine Begegnung mit Amma (die die Welt umarmt), sowie mit einer sehr bekannten Aura-Heilerin und anderen "gelobten" Menschen.
Ich kann von diesen Begegnung nicht von irgendwelchen Highlights sprechen. Ich war jedesmal dankbar um die Begegnung und finde es schön, wenn viele Menschen dadurch Heilung, Energie oder einen Zugang zu inneren Quellen erleben.

Dagegen machte ich persönlich durch Begegnungen mit Menschen, die nicht in der Öffentlichkeit bekannt sind und durch verschiedene meditative und auch außergewöhnliche Erlebnisse, ähnliche Erfahrungen wie es die Menschen berichten, die z.B. bei Braco waren.

Ich besprach das nach der Begegnung heute mit meinem Partner und wir kamen zu dem Schluß, daß es die Frequenz sein könnte, das "tuning in". Ein Beispiel: ich öffne meine Kanäle für innere Bilder, der andere sendet aber Töne, also sendet auf einem anderen Kanal, dann bekomme ich das eventuell gar nicht mit, weil die Frequenz eben eine andere ist. Und so ist es mit Schwingungen, die von Menschen ausgehen. Diese Schwingungen harmonieren mit meiner oder sie harmonieren nicht oder sie berühren sich gar nicht.

So kann jeder Mensch auf andere Art und Weise Zugang finden zu den Quellen des Seins und den Quellen der Energie. Deswegen kann auch eine Person eben nicht für jeden Menschen die gleiche Wirkung haben. Es ist eine schöne Vorstellung, daß (wie es die Frau heute morgen beschrieb) es nur noch Frieden gäbe, wenn jeder Bracos Bücher lesen würde. Aber es wird wohl bei der Vorstellung bleiben. Genau das Selbe ist es, wenn Heilmethoden angepriesen werden, die so wie es sich manchmal anhört, das Einzige sind, was allen Menschen hilft.

Ich glaube, daß jeder für sich finden muß, was er braucht. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, daß die Wellenlänge zu dem Menschen, an den man sich wendet, stimmt.
So ist es nicht in erster Linie die Methode, die heilt, sondern wie mir jemand in einer Behandlung/Sitzung begegnet. Liebe und Mitgefühl sind die größten Heiler überhaupt.

Ich wünsche jedem Menschen, daß er den Zugang zu seiner eigenen Kraftquelle findet.
Und manchmal ist der Weg dorthin ein ganz anderer, als wir ihn uns vorgestellt haben.
Für mich ist es ein Abenteuer. Es ist spannend und aufregend und voller Vielfalt.

Und alles darf so sein, wie es ist. Für jeden einzigartig.

Montag, 9. April 2007

Verdrehte Welt





Auf einem Spaziergang am Ostersonntag auf einem Waldweg (Falkenhaldeweg) in Baden-Baden entdeckten wir diesen "geschmückten" Baum. Es war nicht das erste Mal und auch längst nicht der einzige Baum, der mit solchem Unrat behangen ist. Es sind mindestens 15 Bäume, an welchen Schuhe, Bürsten, Klobürsten, elektrische Wasserkocher, Autoblinker, Gardinenringe, Plastiktüten, Einmachgläser und andere Dinge hängen. Das sieht sehr nach Schnitzeljagd aus, aber bitte, es wäre schön, wenn die Bäume von dem Müll wieder befreit werden würden. Leider hängen die meisten Gegenstände so hoch, daß man eine Leiter bräuchte, um sie abzuhängen. Dort, wo es ging, haben wir eine kleine Befreiungsaktion gemacht.
Einige Zeit später, auf einem anderen Weg, zeigte sich dann das zweite Bild:
ein Ast, den jemand in einen Abfalleimer getan hat.

Die Welt scheint wirklich verdreht zu sein!

Samstag, 31. März 2007

Lustige Verhörer

"Es ist ein Ros entsprungen"...ja, dieses Lied wird jedes Jahr zu Weihnachten von vielen Menschen gesungen und jetzt frage ich mich: Wieviele denken bei dem Text immer noch an ein Pferd, daß da entsprungen ist?!
Ich gebe es zu, auch ich habe jahrelang an dieses wunderbare Pferd gedacht, wie es so zart aus dieser Wurzel entspringt. Ein schönes Bild eigentlich, oder nicht? Sicher, das "Ross" wird mit Doppel-S geschrieben, schon klar, aber wie romantisch ist doch die alte Schreibweise mit eben nur dem einen "S". Wer phantasiereich ist, findet immer eine Erklärung.
Oder Nena's 99 Kriegsminister, die ganz liebevoll Benzinkanister streicheln. Ach, wie schön und rosarot die Welt doch sein kann. Es heißt natürlich "Streichholz und Benzinkanister" und nicht "streichelten Benzinkanister". Tja, schade eigentlich, wenn man dann so knallhart der Illusionen beraubt wird.

Ich habe noch bei keinem Buch soviel und so laut gelacht, wie bei den beiden Büchern "Der weisse Neger Wumbaba" und dem neuen Wumbaba der vor kurzem zurück in die Buchhandlungen kam.
Vor ca. zwei Jahren kaufte ich den ersten Teil als Geschenk für eine Freundin, die auch den ein oder anderen "Verhörer" und dementsprechend "Versinger" hatte. Ich setzte mich in ein Straßencafe und ich konnte wirklich nicht anders, als alle paar Zeilen laut zu lachen. So hab ich das Buch auch gleich noch für mich selbst gekauft.
Als ich den zweiten Band von Wumbaba letzte Woche im Buchladen fand, mußte er natürlich gleich mit nach Hause.
Es ist eine herrliche Bauchmassage, denn ich lach' mich dabei wirklich kaputt, wie man so schön sagt.

Wer sich keine Bücher besorgen mag, aber dennoch was zu Lachen haben möchte, der kann es auf folgenden Internetseiten versuchen:

Rund um Grönemeyers Texte (Gröni wird sogar als "King des Wumbaba" bezeichnet) dreht sich dieser Thread aus einem Grönemeyer-Forum
Kleines Beispiel aus dem Thread:

Dann singt Herbert doch an einer Stelle:
Dein Grubengold
Hat uns wieder hochgeholt

Da verstand ich immer irgendwie
Dein Gummiboot hat uns wieder hochgeholt
-kam mir ja schon irgendwie merkwürdig vor, aber auf Grubengold wär ich ja nich gekommen, aber irgendwie logisch, ja-


Ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus...

Deutsche und englische Verhörer gibts hier

Englische Verhörer z.B. hier

Lachen ist doch immer noch die beste Medizin!

Garten



Ob Garten, Balkon oder Fensterbank: Viel Spaß beim Bepflanzen

Montag, 26. März 2007

Kennen Sie das NEIN-Programm?

NEIN ist die Abkürzung für das »Nächste Effektive Interventionsniveau«.
Was das ist? Ich würde es so beschreiben: Schritt für Schritt gehen und für meine Handlungen die naheliegendsten Möglichkeiten aussuchen.

Das NEIN hier bezieht sich auf das Gesundheitswesen. In der Zeit Online schreibt der Allgemeinmediziner Harald Kamps, der mehr als zwanzig Jahre in Norwegen praktizierte, über ein Prinzip im norwegischen Gesundheitssystem.
Es geht darum, mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit zu übernehmen, tja, einfach ein gesünderes Verhältnis zur Gesundheit zu erschaffen. Und es wird auch beschrieben, welche negativen Aspekte das "Arztgerenne" haben kann. Ein Auszug daraus beschreibt:

"Es (NEIN) bedeutet: nicht mit dem Mercedes fahren, wenn das Ziel um die Ecke auch zu Fuß zu erreichen ist. Noch konkreter: nichts dem Arzt überlassen, was jede Oma besser weiß. Nichts dem Arzt überlassen, was die Gemeindekrankenschwester besser regelt. Nichts dem Facharzt überlassen, was der Hausarzt besser überblickt. Nichts dem Krankenhaus überlassen, was der Facharzt um die Ecke auch kann."


Lesen Sie selbst und machen Sie sich ein Bild davon.

Interessant, um nicht zu sagen "typisch" fand ich einen Leserkommentar zu dem Bericht, in dem steht:

"Was wir in Deutschland bräuchten, wären Anreize, die einen gesunden Lebensstil honorieren. Eine Prämie beispielsweise die sich aus den eigenen Krankenkassenbeiträgen ergibt und einen Teil der geleisteten Zahlungen zurück zahlt, wenn man z.B. ein Jahr nicht zum Arzt musste. So ergibt sich wenigstens einen Anreiz nicht bei jeder Erkältung zum Arzt zu rennen und die Wartezimmer wären wieder frei für die wirklich Kranken."

Ich denke: Müssen wir wirklich wie die Affen im Zirkus für alles ein Bonbon bekommen, damit wir verantwortlich und gesund für uns selbst und für die ganze Gesellschaft handeln können?
Für mich selbst kann ich sagen, daß ich sicher nicht wie ein trotziges Kleinkind bei der nächsten Erkältung zum Arzt renne, nur weil ich schließlich auch einen Krankenkassenbeitrag bezahle und keine Belohnung für das Nichtkommen kriege.

In diesem Sinne: Gesundheit!

Dienstag, 20. März 2007

Visionäre Kunst

Die visionäre Kunst von Alex Grey hat es mir schon vor vielen Jahren angetan.
Und nun, da ich die "Sacred Mirror Cards" hier liegen habe, möchte ich Sie einladen, die Bilder in einer Flash-Animation (für gemütlichere Computer auch ohne Flash ;-) auf der Seite Chapel Of Sacred Mirrors anzusehen.
Dort bitte auf "View The Sacred Mirrors" klicken.
Dargestellt wird unsere Anatomie in verschiedenen Schichten und Ebenen - vom Körper in der materiellen Welt, wie unserem Skelettsystem über das Nervensystem bis hin zur spirituellen Welt mit unseren Energiefeldern.

Als Kartenset mit (bis jetzt nur) englischen Beschreibungen erhältlich



oder als Buch mit einigen anderen sagenhaften Bildern




Für mein Empfinden sind Alex Grey's Werke immer wieder erstaunlich treffend und faszinierend.

Montag, 19. März 2007

Wandlungsphase Holz




Diese ungefähr 1000 Jahre alte Eiche, die ich in der Nähe von Tullamore (Irland) vor einem alten Schloß erblickte, zeigt uns auf wunderbare Weise die Qualitäten des Holzelementes:

"Durch Anpassen an Hindernisse oder deren Umgehung wächst das Holz ohne Hast und Rast aus der Erde empor. Ebenso zeichnet den Edlen Hingabe aus und daß er nie in seinem Streben innehält."
(aus dem I Ging)

Zum Thema Wandlungsphasen gibt es übrigens einen Post am 11. März.

Holz ist das Element des Neubeginns, des Frühlings, des frühen Tages, der Kindheit und der Zukunft. Es steht für Wachstum und Entwicklung.
Wenn das Holz stark ist, sind wir geduldig und nachsichtig mit uns selbst und anderen, flexibel und tolerant und auch in schwierigen Augenblicken entpannt und gelassen.

Die Meridiane (Energiebahnen) des Holz-Elementes sind Leber und Gallenblase.

Die Leberenergie gibt uns die Fähigkeit zu planen und klar zu sehen, wohin wir wollen. Die Leber ist für den freien Fluß von Blut, Ki (Energie) und Emotionen zuständig.
Ein Ungleichgewicht kann sich z.B. in Sehstörungen, Muskelkrämpfen, Ungeduld oder einem schnell aufbrausenden Temperament zeigen.

Die Gallenblasenenergie ist das ausführende Organ der planenden Leber und setzt Ideen in die Tat um. Außerdem repräsentiert die Gallenblase die Seiten.
Ein Ungleichgewicht kann sich z.B. in Halbseiten-Migräne, Schulter- oder Hüftbeschwerden zeigen oder auch, wenn es uns schwer fällt, Entscheidungen zu treffen oder vorschnell zu entscheiden.

Große Wut oder Frust bringen die Holzenergie aus dem Gleichgewicht, genauso wie das Unterdrücken dieser Emotionen. Alle Extreme, z.B. zuviel Arbeit, zuviel Essen, zuviel Schlaf usw. erschöpfen diese Energie.
Das Holzelement liebt Entspannung, Ruhe und Gelassenheit. Kleine Pausen, in denen man sich hinlegen kann und entspannen - das liebt die Leber.

Da wir gerade jetzt in der Jahreszeit des Holzes sind - dem Frühling - gibt es hier eine Empfehlung aus dem "Gelben Kaiser":

"Die drei Frühlingsmonate bringen neues Leben in alle Dinge der Natur. Es ist die Zeit der Geburt. Es ist die Zeit, in der Himmel und Erde wiedergeboren werden. Während dieser Jahreszeit ist es ratsam, sich früh zurückzuziehen. Steht auch früh auf, macht einen Spaziergang und nehmt die frische, stärkende Energie in Euch auf. Da der Frühling die Jahreszeit ist, in der die kosmische Energie von neuem einsetzt und sich verjüngt, versucht, diese Aufbruchstimmung nachzuempfinden, indem Ihr körperlich und gefühlsmäßig offen und unbelastet seid.
Auf physischer Ebene ist es förderlich, den Körper zu ertüchtigen und locker sitzende Kleidung zu tragen. Es ist die Zeit für Dehnungsübungen, die Sehnen und Muskeln lockern.
Auf emotionaler Ebene ist es förderlich, Gleichmut zu entwickeln, denn der Frühling ist die Jahreszeit der Leber. Schwelgt ihr in Zorn, Frustration, Depression, Traurigkeit oder in irgendeiner anderen Emotion, schädigt Ihr der Leber."

Dienstag, 13. März 2007

Hildegard - Poesie


Ich bin der Wind, der alle grünen Dinge nährt,
Und Blüten ermutigt, reifende Früchte zu gebären.
Aus mir speisen sich die klarsten Ströme.
Ich bin der Regen von dem Tau,
der das Gras lachen macht
Vor Freude am Dasein.
Ich bringe heilige Werke hervor
Ich bin die Sehnsucht nach dem Guten.

Hildegard von Bingen

Sonntag, 11. März 2007

Die fünf Wandlungsphasen




Vor vielen tausend Jahren haben chinesische Philosophen das Wu Xing, das System der fünf Elemente geschaffen, um zu erklären, wie die Kräfte der Naturenergien im Menschen wirken. Die Elemente werden auch als "Wandlungsphasen" bezeichnet, was ich persönlich als treffenderen Begriff empfinde, da sie nicht starr sind.
Jede der Wandlungsphasen steht in Beziehung zu den anderen Wandlungsphasen.

Sie ernähren sich gegenseitig:
Wasser befeuchtet die Felder, wodurch das Holz heranwachsen kann.
Holz nährt das Feuer, indem es Zündstoff liefert und wird zu Asche verbrannt, die wiederum zur Erde wird.
Die Erde ist die Grundlage für die Berge, das Metall.
Metall und Felsen bilden den Grund der Flußbetten, die dem Wasser eine Richtung geben.

Sie bändigen sich gegenseitig:
Wasser beherrscht das Feuer, indem es dieses löscht.
Feuer bändigt Metall, indem es dieses schmilzt.
Metall bändigt Holz, indem es dieses schneidet.
Holz bändigt die Erde, indem es diese bedeckt und verwurzelt.
Erde bändigt das Wasser, indem es dieses aufnimmt.

Wenn Sie die fünf Wandlungsphasen besser kennenlernen, werden Sie mehr über sich selbst und Ihre Beziehung zur Welt erfahren. Nach und nach werde ich die einzelnen Wandlungsphasen vorstellen und erklären, was diese mit meiner Arbeit zu tun haben.

Wer es noch genauer wissen möchte, dem kann ich folgendes Buch empfehlen.
Darin gibt es schöne Beschreibungen zu den Elementen, körperliche und psychische Zuordnungen, Körperübungen, Ernährungstipps und einiges mehr.

Samstag, 10. März 2007

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Buddha erzählte eine Parabel:

Ein Mann traf in der Wildnis einen Tiger...
Er rannte zu einer Klippe, ergriff mit beiden Händen eine überhängende Liane, während der Tiger unter ihm mit weitgeöffnetem Maul bedrohlich knurrte.
Eine weiße und eine schwarze Maus begannen, an der Liane zu nagen.
Die Liane begann zu reißen.
Plötzlich sah er neben sich eine saftige Erdbeere.
Er pflückte sie und schob sie in den Mund.
"Welch erlesener Geschmack!"

- Nicht an die Vergangenheit und an die Zukunft zu denken,
sondern einen Augenblick um den anderen zu genießen, ist wahres Glück.



Aus: Ein Buch vom Zen - Die Freiheit des Geistes
Chinesische Weisheit in Comicform

Dienstag, 6. März 2007

Craniosacralarbeit

Im Januar gab es in dem Magazin "Woman" einen Artikel über Craniosacralarbeit.
Narimaan Nickbakht nahm eine Behandlung von Charlotte Kopp und berichtet darüber. Charlotte organisiert unter anderem die Kurse des Milne-Institutes für Visionäre Craniosacralarbeit in Deutschland, welches auch mein Ausbildungsinstitut ist.
Im Bereich "Journal" auf der Webseite vom Woman-Magazin gibt es den Bereich für Alternative Heilmethoden. Lesen Sie selbst hier

Samstag, 3. März 2007

Die 9te EUROTAS Konferenz

Diese Woche bekam ich eine Einladung zur "9th EUROTAS International Conference" vom 20.-23.09.2007 in Freiburg zugeschickt.
EUROTAS ist das Kürzel für die European Transpersonal Association.

Das Thema lautet: "Vergebung und Versöhnung: Der Weg zu einer Weltkultur des Friedens und der Leichtigkeit. Konflikt, Terror und Liebe aus transpersonaler Perspektive."

Mein Herz spricht spricht da - was brauchen wir mehr als das?

Ingo Benjamin Jahrsetz, PhD, unter anderem Gründer der Schule für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie e.V. empfängt zu diesen Tagen Präsentierende und Teilnehmer.
Seinen mitfühlenden und achtsamen Umgang mit jedem Menschen erlebte ich schon bei einem Seminar für Holotropes Atmen.

Das Programm (momentan auf Papier wesentlich ausführlicher als auf der Webseite) kann für jeden interessant sein, der sich mit persönlichem und transpersonalem Wachstum und für das Wohl unserer Welt interessiert.

www.forgiving-freiburg2007.de
www.eurotas.org

Donnerstag, 1. März 2007

Loslassen durch Kreativität

Kennen Sie auch diese Tage, an denen Sie nach der Arbeit nach Hause kommen und in Ihrem Kopf findet immer noch eine imaginäre Diskussion mit Herrn oder Frau X statt?
Und vielleicht spüren Sie erst jetzt, daß da etwas "kratzt" und Sie wirklich getroffen hat? Aber leider ist es zumindest in diesem Moment zu spät, um es der Person direkt zu sagen. Damit ich das nicht den ganzen Abend und womöglich noch in die Nacht mit hineinnehmen muß, versuche ich, dem Ausdruck zu verschaffen.
Das kann auf verschiedene Art und Weise passieren. Durch Bewegung ausdrücken: Spazieren an der frischen Luft, Tanzen oder ihrem Lieblingssport.
Durch Worte ausdrücken: einem Angehörigen oder Freund davon erzählen, Singen;
"Es" einfach abwaschen durch ein Bad oder eine Dusche.
Oder durch Kreativität in Form von Malen oder Schreiben!
Sie meinen, Sie können das nicht? Probieren Sie es mal, Sie werden überrascht sein.
In einem Fall, wo mich etwas sehr beschäftigt, fange ich manchmal einfach zu malen an.
Dabei habe ich kein Bild im Kopf und bin jedesmal erstaunt, was für Bilder da entstehen.
Vor einiger Zeit hat mich etwas sehr getroffen, was eine Frau so belanglos dahinsagte und es wurde mir erst mit der Zeit bewußt, wie mich das aufwühlte.
Ich begann, Gedanken und Gefühle in Worte zu packen und es entstand ein Gedicht.
Als ich es beendete und nochmals durchlas, ging es mir richtig gut und ich spürte, wie ich die Geschichte loslassen konnte und innerlich Frieden mit mir und dieser Frau geschlossen hatte.
Wunderbar!

Sonntag, 25. Februar 2007

An einem Regentag wie diesem



"Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muss es,
Ewig wechselnd."

Goethe, aus dem "Gesang der Geister über den Wassern"

Mittwoch, 21. Februar 2007

Körperwahrnehmung - dem Körper lauschen

Wie oft ißt Du, wenn Du nicht hungrig bist?
Wie oft arbeitest Du weiter, wenn Du eine Pause brauchst?

In der Praxis erlebe ich es immer wieder, wenn ich Menschen frage, wie sich ein bestimmter Körperteil anfühlt, daß sie es nicht sagen können. Manchmal kommt dann eine Frage wie: "Ja, wie soll es sich denn anfühlen?"
Die Antwort darauf kann nur jeder selbst geben.
Wenn wir auf unseren Körper hören, kommen wir in Berührung mit unseren Bedürfnissen und können schneller erkennen, was wir brauchen. Wir erkennen früher die Anzeichen, die vor dem Schmerz, dem Unwohlsein oder der Krankheit kommen.

Fang mit einer einfachen Übung an.
Nimm Dir eine halbe Stunde, in der Du ungestört bist.


Leg Dich bequem auf den Rücken und entspanne Dich.
Atme in Deinen Bauch, so tief wie Du kannst, ein.
Entspanne und atme aus.
Stell Dir vor, daß Du bei jedem Ausatmen in den Bereich des Körpers atmest,
zu dem Du Deine Aufmerksamkeit bringen willst und beobachte, was Du da fühlst.
Wenn Du es nicht gewohnt bist, in Dich hineinzuspüren, kannst Du für den Anfang
ein paar einfache Fragen benutzen. Hier eine kleine Anregung dazu:

Dein Kopf: fühlt er sich warm oder kalt an?
Dein Gehirn: gibt es viele Gedanken hier, die durcheinander sprechen?
Dein Atem: fließt er frei durch Deine Nase?
Dein Kiefer: ist er verkrampft oder frei?
Dein Hinterkopf: gibt es da Spannungen oder nicht?
Dein Nacken: ist er angespannt oder entspannt?
Deine Schultern: sind sie frei beweglich?
Deine Arme: sind sie müde oder kraftvoll?
Deine Hände: sind sie kalt, warm, feucht oder trocken?
Dein oberer Rücken: gibt es hier Schmerzen oder Spannungen?
Dein unterer Rücken: spürst Du hier Spannung?
Dein Brustkorb: fließt der Atem leicht oder nur begrenzt?
Dein Magen: ist er nervös oder entspannt?
Deine Hüften: sind sie entspannt, fühlen die beiden Seiten sich gleich an?
Deine Knie: sind sie steif oder locker?
Deine Beine: sind sie müde oder kraftvoll?
Deine Füße: sind sie kalt, warm, feucht oder trocken?

Dein ganzer Körper: wie fühlt er sich an?
Deine Emotionen: wie fühlst Du Dich innerlich?
glücklich, zufrieden, traurig, ruhig, niedergeschlagen oder positiv?

Je öfter Du diese Übung machst, desto genauer und schneller erkennst Du, wenn es ein Ungleichgewicht gibt.
Es ist auch eine Möglichkeit, herauszufinden, welche Dinge Dir guttun.
Wenn Du z.B. herausfinden möchtest, ob eine Tätigkeit oder eine Mahlzeit gesund für Dich ist, mache die Übung davor und einige Zeit danach. Schau, was sich verändert hat.

Diese Übung läßt sich auch gut machen, wenn wir irgendwo warten müssen oder im Zug sitzen, wo auch immer wir Zeit dazu haben.
Mit der Zeit wirst Du die Fragen oben nicht mehr brauchen. Neue Empfindungen kommen hinzu und Du spürst, was wirklich ist.

Viel Spaß beim Entdecken des Körpers!

Donnerstag, 15. Februar 2007

We are what we do

"Einfach die Welt verändern" ist eine Bewegung, die Menschen dazu inspiriert, mit einfachen Aktionen die Welt zu verändern.
Inzwischen gibt es zwei wunderbare Bücher, in denen kleine Ideen mit großer Wirkung gesammelt sind - einfach, liebevoll, witzig, oft mit Aha-Effekt und das Beste kommt noch: die meisten Aktionen kosten nix! Im Gegenteil; für mich gilt hier:
Durch Geben beschenkt werden - und zwar mit Lebensqualität.
Wir können etwas tun, jeder einzelne von uns, denn, wie auf der Webseite beschrieben:
Kleine Aktionen x viele Menschen = große Veränderung.

In der Aktion 05 gilt es, ein Lächeln zu verschenken.
"Für ein Lächeln brauchst Du nur halb so viele Muskeln wie für ein Stirnrunzeln. Und außerdem macht es doppelt so viel Spaß - Dir und den anderen.
Also, los gehts :-) www.wearewhatwedo.de


Mittwoch, 14. Februar 2007

Happy Valentine

Happy Valentine - so heißt es heutzutage; Geschichten gibt es einige, wie es zum Valentinstag kam.
Rosen werden heute massenweise gekauft und verschenkt. Wo kommen die denn alle her?
Heute morgen im Radio bekam ich die Antwort:
z.B. aus Ecuador. Eine lange Reise für die Freude an der Rose in der Vase für zwei bis drei Tage.
Da warte ich lieber den Mai ab und genieße die Rose am Rosenstock mit ihrem unvergleichlichen Duft in der Natur.
Einen schönen Tag noch ;-)

Dienstag, 13. Februar 2007

"Mit der Seele heilen" von Dr. Bernie Siegel

Angeregt durch meinen ersten Post ("Rätselhafte Heilung") möchte ich passend zum Thema dieses Buch empfehlen.
"Daß Körper und Seele einander beeinflussen, ist allen klar. Doch die wenigsten wissen, wie man dieses Potential nutzen kann. Das vorliegende Buch lehrt den Umgang mit den inneren Kräften. Durch Meditation, Visualisierung und Entspannungsmethoden kann man zu einem Dialog mit sich selbst gelangen, die Selbstheilungskräfte fördern und lernen, im Einklang mit sich selbst zu leben."
Das Buch ist leicht zu lesen, beschreibt Situationen aus der Praxis und zeigt auch, wie wichtig der menschliche, mitfühlende Umgang miteinander ist.